Herakles

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Euripides
Herakles (Altgriechisch Ἡρακλῆς μαινόμενος, Hēraklēs Mainomenos, auch Hercules Furens, Alkides, Palajmon) ist eine athenische Tragödie von Euripides.

Herakles(der sich an Hera Ruhm erwarb; Heras guter Name, röm. latein. Hercules) ist darin ein griechischer mythischer Held, der zuletzt wegen seiner Heldentaten in den Olymp aufgenommen wurde. Er wurde mit dem Fell des Nemeischen Löwen sowie einer Keule und Bogen und Köcher dargestellt.

Herakles soll der Sohn des Zeus und der von Perseus abstammenden Alkmene('Macht des Mondes'), Zwillingsbruder des Iphikles, erster Gatte der Megara, mit der er drei (bis 8) Söhne zeugte, zweiter Gatte der Omphale, Gatte der Deianeira und der Auge und nach seinem Tode Gatte der Göttin Hebe, außerdem Geliebter der Iole und des Abderos und Vater zahlreicher Kinder gewesen sein.

Quellen für den Heraklesmythos finden sich in der griechischen und lateinischen Literatur mit unterschiedlichen Funktionalisierungen. Die Parther identifizierten ihn mit der alt-iranischen Gottheit Verethragna (avestisch Vərəθraγna). In Gandhara in Westpakistan findet sich eine Gleichsetzung mit dem Bodhisattva Vajrapani.
In neuerer Zeit haben Pierre J. Fabre in seinem Hercules piochymicus und Alice Bailey in 'Arbeiten des Herakles' eigene Interpretationen hinzugefügt.

Herakles war danach ein Vetter und Freund des Oionos, Urgroßvater des Hippotes und des Deiphontes und Vorfahre des Polyphontes. Sein Ziehvater ist Amphitryon. Über die Genealogie seiner Mutter gehört er zum Geschlecht der Perseiden.

Herakles wurde auch als Heil- und Orakelgott und Beschirmer Sportstätten und Paläste angesehen und war ein Schützling der Athene. Um ihn ranken sich verschiedene Sagen. Ein Charakteristikum ist sein Jähzorn, aber auch in der Odyssee ist der Zorn des Achilleus das Thema. Theseus war ein anderer Held, der vegleichbare Abenteuer erlebte.

Eine Hauptform des Herakles war Herakles Idaios, der Begründer der Olympischen Spiele.

12 Arbeiten des Herakles

Heraklesmythos - Heraklestaten - eine Einweihungsparabel

Die Heraklesmythos war eigentlich eine verschleierte nur für eingeweihte Mysten verständliche Beschreibung des Einweihungspfades zu Erleuchtung. Er gehörte zum Wissensschatz der Mysterien von Ephesos. Der Mythos wurde von Dichtern wie Homer, Sophokles, Pindar, Ovid und Tzetzes überliefert bzw. kommentiert und manchmal ergänzt.
Um den tieferen Sinn dieser Taten zu verstehen, ist die Kenntnis der acht Zyklen des Ashtanga Yoga, der sich im Rahmen des universellen Pfades bewegt, sowie der in jedem Zyklus angesprochenen alchemistischen sog. Planetenzyklen unumgänglich. Zwar werden auch Göttern bestimmte Planeten zugeordnet, so einfach ist es hier aber nicht.

Herakles erwürgt die Schlangen - Iphikles flieht

Herakles war der Sohn des Zeus und der schönen und klugen mit dem thebanischen König Amphitryon vermählten Alkmene aus dem Geschlecht des Perseus, der versehentlich Alkmenes Vater Elektryon getötet hatte.

Sein (später dem Mythos hinzugefügter) Zwillingsbruder Iphikles(iphios-kleos : starker Ruhm), den die Mutter von Amphitryon empfing, nachdem sich der verkleidete Zeus eben aus ihren Armen entfernt hatte, wurde in der folgenden Nacht geboren.

Die immer wache Eifersucht der Hera wurde heftigst entfacht, und sie sann auf Rache für die Treulosigkeit des Gemahls Zeus : Aus der Verbindung von Zeus und Hera wäre ein sog. 'göttliches Kind' geboren worden. Die Allegorie besteht darin, dass Herakles zuerst der sterbliche 'Jiva' im Menschen ist, der den langen Pfad 'über 7 Brücken' (oder Zyklen) gehen muss. Daher verkleidet Zeus sich (ähnlich wie der Atman im Hinduismus von den Koshas umkleidet wird) und zeugt mit Alkmene('Macht des Mondes') ein sterbliches Kind mit hohen Anlagen.

Der Pfad des Herakles

Als Herakles acht Monate alt war, legte Hera zwei große Schlangen in seine Wiege, die Herakles erwürgte (U.L. 1.2), während Alkmenes Sohn Iphikles floh.

Apollon - Gottheit der Tugend - mit Leier und Raben

Herakles wurde dann in den Künsten des Wagenlenkens, des Bogenschießens, des Fechtens, im Faustkampf und im Ringen ausgebildet(U.L. Stufe 2.1-2.3 ; entspricht dem Yama des Ashtanga Yoga). Auf dieser Stufe werden im Ashtanga-Yoga auch mantrische Gesänge praktiziert und weiteres wie das mantrische Sonnengebet.

Daneben wurden ihm der Gesang und das Spielen auf der Leier gelehrt. Die Lyra galt auch als Erfindung des Hermes, der sie seinem Götterbruder Apollon als Entschädigung für seinen Rinderdiebstahl übergab. In Griechenland galten der Zeusssohn Amphion sowie Orpheus und Linos als die Erfinder des von der Leier begleiteten Liedes, dem Wunderkräfte zugesprochen wurden. Die Leier wird auch mit der Linken gehalten und mit der Rechten gespielt.

Herakles furius

Herakles war zwar äusserst gelehrig aber extrem jähzornig(Feuerprinzip).

Als sein Musiklehrer Linos('Flachs') Herakles wegen angeblicher Nichtbeherrschung der Leier tadelte, erschlug er diesen wütend mit der Leier.(U.L. Stufe 3.1)
Er wandte die den Klängen übergeordnete Kraft an(3.1. Merkurphase), was den nächsten Zyklus mit der Erdeelementephase einleitete und eine weitere Läuterung der Todeskräfte des körperlichen Unbewussten(U.L. 3.2 : Saturnphase, Rabe). Die griechische Mystik kennt bezüglich der dunklen Maya-Zorneskräfte vergleichbares im Tartaros(Unterwelt) und im Erebos(Finsternis).

Ziehvater König Amphitryon ('der doppelt Geplagte', belästigend zu beiden Seiten - ein Symbol für den menschlichen Geist), ein Sohn des Perseussohnes Alkaios('Stärke'), schickte ihn daraufhin (U.L. 3.3 : Jupiterphase) auf den Kithairon('Ortlosigkeit') zu seinen Rinderherden.

Ein nicht ursprünglicher Bestandteil des Mythos ist die von Xenophon (Memorabilien 2.1, 21–34) berichtete und von Prodikos von Keos übernommene Fabel von Herakles am Scheideweg. Hier kämpfen die beiden allegorischen Frauengestalten Eudaimonia (irdische Glückseligkeit ) und Areté (Tugend) um die Gunst des Jünglings - was schon auf U.L. Sufe 4 geschieht

Auf dem Kithairon wuchs Herakles unter den Rinderhirten zu einem Jüngling heran, d.h. sein Astralkörper, seine Vitalität und sein Mentalkörper wurden hier geschult. (U.L. 4 : Niyama). Hier vollzog er später auch die erste Heldentat, als er den kithaironischen Löwen erschlug, der das Land und die Herden des Amphitryon immer wieder heimsuchte, und sich dessen Fell als Umhang und Haupt als Helm aneignete(Bibliotheke des Apollodorus 2, 4, 9–10).

Zum Vergleich Tarot 6 Scheideweg : Hier hat sich die Moral der Stufe 4 ausgewirkt und Eros schießt von oben; evtl. entsprechen beide Frauen Kreons Töchtern Henioche('Wagenlenkerin') und die rothaarige Pyrrha[1] (griech. purrhos :gefärbte Flamme; der Name taucht auch in Zusammenhang mit Deucalion auf)
Megara

Herakles befreite dann die Thebaner von den Tributleistungen des Nachbarkönigs. König Kreon gab ihm daher seine Tochter Megara('Perle') zur Frau(U.L 4.1 : Luna-Phase verbunden mit Reinheit und U.L. 4.2 Venusphase), die dieser in das Haus von Amphitryon brachte.

Die rachsüchtige Göttin Hera versuchte nun alles, um dem Sohn des Zeus zu schaden. Sie umwölkte seinen Geist mit Wahnsinn, und Herakles tötete in einem seiner Anfälle seine Frau Megara und die drei (bis 7) Kinder, die er esoterisch gegen Ende der Stufe 4 hatte.

Auf Stufe 5.1 erfolgt zu Beginn des dritten Hauptzyklus wieder eine Ertötung unbewusster körpernaher Kräfte.
(Nach Pherecydes schickte er seine '12' Kinder ins Feuer), d.h. schon auf Zyklusphase 4.3 : U.L. Stufe 4.3 : Marsphase).
Auf Tarotkarte 5 ist die eine Person ebenfalls verwirrt.
Nach Plutarch (Moralia "Dialog über Liebe / Erotikos / Amatoria", Loeb, V. XII, S.339) wurde Megara allerdings nur an Iolaus übergeben, als Herakles Theben für immer verliess, von dem sie dann die göttergleich-schöne Tochter Leipephilene(Grich.: Λειπεφιλήνη; auch : Leipephile) hatte.

Erwacht ging Herakles nach Delphoi, um das Orakel um Rat zu fragen. Das Orakel sagte, er solle als Buße für zwölf Jahre beim König Eurystheus von Mykene arbeiten.

  • Herakles am Scheideweg[2]  : Erwachsen geworden sollte Herakles zwischen Liederlichkeit und Tugend wählen, die ihm in zwei verschiedenen Frauengestalten erschienen waren. Herakles entschloss sich damals dem Pfad der Tugend und Ehrbarkeit zu folgen.(U.L. Stufe 6)

Herakles folgte der Aufforderung des Orakels und ging mit einer Keule und einem von Hermes geschenkten Schwert sowie Pfeil und Bogen, die er von Apollon erhalten hatte, bewaffnet nach Argos('glitzernd, glänzend') zu seinem Vetter König Eurystheus('breite Stärke').
Eurystheus war ein Sohn des Perseussohnes Sthenelus, des Onkel von Amphitryon und Königs von Mykēnē, und von Nicippe. Er kam durch Heras Intrigen kurz vor Herakles zur Welt.

Dieser stellte ihm zwölf Aufgaben, die Arbeiten des Herakles, die als die 12 Taten des Herakles (griechisch Dodekathlos; Zwölfwettkampf) bekannt wurden[3][4]. Es waren eigentlich nur 10 Aufgaben, und es wurden zwölf, da Eurystheus zwei nicht anerkannte.

1. Nemeïscher Löwe

Herakles tötete den nemeïschen Löwen, der auf Veranlassung von Hera, der Schwester von Zeus und daher Tochter von Kronos und Rhea, sein Unwesen trieb. Er schnürte dem Löwen die Kehle zu, so daß er erstickte, und trug von da an dessen Fell, das ihn nahezu unverwundbar machte. (U.L. Stufe 7 - Pranayama 1 : Die niederen libidinösen Pranas werden geläutert. Auch die ephesische Artemis wird mit drei Löwenköpfen unter dem Unterleib abgebildet.)

Herakles tötet den nemeischen Löwen

Fortan soll Eurystheus die Aufgaben nur noch durch den Boten Kopreus [5] überbringen lassen haben.

2. Neunköpfige Hydra

Er erlegte die nach Hesiod neunköpfige Hydra, eine Tochter der Schlange Echidna. Hesiod beschrieb Echidna on 'Theogonie - 295..332' als riesiges unsagbares Scheusal, halb schönäugiges Mädchen, halb grausige Schlange, buntgefleckt und gefräßig. Der Erddrache Typhon zeugte mit ihr den zweiköpfigen Orthos, den dreiköpfigen Höllenhund Kerberos, und die auch als die 'Lernäische Schlange' bezeichnete Hydra. Außerdem zeugte Typhon mit Echidna die Chimaira, die Sphinx, den Nemeischen Löwen und die Phaia, sowie einen riesigen Adler namens Ethon.

Die Hydra (Lernaîa Hýdra)lebte in den Sümpfen von Lerne. Ihre Höhle war auf einem Hügel bei den Quellen der Amymone. Für jeden abgeschlagenen Kopf wuchsen ihr zwei neue nach. Der der neunte Kopf war sogar unsterblich. Herakles machte sich mit Iolaos(etl. von ios (Pfeil) und laos(Menschen) = Waffe oder Stärke der Menschen), Sohn des Iphikles, der auch an der kalydonischen Jagd auf den wilden Eber teilnahm, auf den Weg. Während er einen Kopf abschlug, brannte Iolaos die abgeschlagene Stelle mit Feuer aus, damit sich kein neuer Kopf bilden konnte.(U.L. 8.3 : Marsphase, Feuer) Herkules tauchte dann seine Pfeile in ihr Gift. Diese erzeugten seitdem unheilbare tödliche Wunden. (U.L. Stufe 8 und 9 - Pranayama, Pratyahara-Anfang).

Daneben tötete Herakles den Krebs Karkinos(Carcinus),ein Symbol für das zornige Unbewusste, der die neunköpfige Hydra beim Kampf in Lerna unterstützte. Eurystheus erkannte die Aufgabe nicht an, da Iolaos ihm geholfen hatte.
Schlangen:Im Muladhara-Erd-Chakra liegt die feurige Kula - Kundalini-Schlange mit dem Ra-Feuer-Dreieck. Darüber im sechsblättrigen Swadhisthana-Chakra ist eine weitere Schlange, die Prana - Kundalini. Sie wird den stofflichen Äthern zugeordnet(Pranamaya Kosha). Der Unterleib wird dem Wasserelemente- Prinzip zugeordnet(Sümpfe). Darüber ist das Manipura-Feuer-Chakra. Der Krebs symbolisiert das individuelle Unbewusste, den in geläuterter Form auch die Tarotkarte 18 zeigt. (Apollodorus, Bibliotheca 2. 77 - 80; Plato, Euthydemus 297c ; Pseudo-Hyginus, Astronomica 2. 23)

3. Hirschkuh Kerynitis

Er fing die Hirschkuh Kerynitis, welche die Felder in Arkadien verwüstete. Die Göttin Artemis hatte fünf goldgehörnte heilige Hirsche. Vier von ihnen zogen die Wagen, während der fünfte, die kerynitische Hirschkuh, frei herumstreifte. Sie weidete in ganz Arkadien und auf den der Artemis gehörenden Bergen nahe Argos. Die Hirschkuh wurde Artemis von der sie begleitenden Nymphe Taygete gewidmet, einer Tochter des Atlas und der Okeanos-Tochter Pleione.

Die Hirschkuh hatte goldene Hufe und ein goldenes Geweih und war so schnell, dass sie einem Pfeil davonlaufen konnte. Herakles jagte ihr ein ganzes Jahr vergeblich hinterher(lange Lunaphase) und konnte sie letztlich fangen, in dem er ihr im Schlaf ein Netz überwarf(d.h. das Netz der Nadis, durch das die ätherischen Kräfte kanalisiert werden). Herakles brach ihr ein goldenes Horn ab.(U.L. Stufe 10.2 Venusphase) . So wurde aus der Hirschkuh ein Einhorn. Der Hirsch symbolisiert die Geschwindigkeit der Kräfte des spirituellen Fortschritts. Ein ähnlicher 'Cervus Fugitivus' ist in der Alchemie bekannt. Er wird dort in der folgenden Phase vom Einhorn abgelöst(Venusphase: Jungfrau bändigt Einhorn).

Herakles bringt den erymantischen Eber zu König Eurystheus (der sich in ein Pithos geflüchtet hat), Athena links und Mutter des Eurystheus rechts
4. Erymanthischer Eber

Er brachte den wilden erymanthischen Eber, einen Nachkommen der gewaltigen Sau Phaia, der auf dem Berg Erymanthos lebte und die umliegenden Felder in seiner Wut zerstörte, lebend nach Mykene, indem er ihn in ein Schneefeld trieb (U.L. Stufe 11 - Zähmung der niederen Wunschnatur, die auf dunklen pranischen Zorneskräften basiert, welche auf die niederen Körper zerstörend einwirken.)

5. Ställe des Augias

Er mistete die Ställe des Augias aus, in denen über 3.000 Rinder gehalten wurden, und die seit 30 Jahren nicht mehr gereinigt worden waren. Er leitete das Wasser der Flüsse Alpheios (Ἀλφειός, weißlich) und Peneios (Πηνειός glänzend) durch einen Kanal durch den Stall. Der wegen der 'List' wütende König Augias sah das als Anschlag auf seinen Thron an und verbannte Herkules und verbot ihm unter Androhung seinen Körper um den Kopf zu kürzen, je wieder sein Reich zu betreten, was allegorisch bedeutet, dass er bei nochmaliger Reinigung den jetzt folgenden mystischen Tod der Stufe 13 erfahren würde (Caput mortuum) ! (U.L. 12 : Die beiden Flüsse entsprechen den bekannten Säulen)

6. Stymphalische Vögel

Er verjagte die stymphalischen Vögel, kranichgroße Vogelungeheuer mit eisernen Schnäbeln, Klauen und Flügeln, mit denen sie sogar die Rüstungen der Krieger durchdringen konnten. Ihre metallenen Federn konnten sie wie Pfeile gezielt auf ihre Opfer abschießen. Sie lebten auf einer Hochebene in einem See bei Stympalos und töteten mit ihren Federn Mensch und Tier.
Athene gab ihm dazu zwei eherne Klappern, die sie von Hephästos(Gott des Feuers im Olymp) erhalten hatte, die sie aufscheuchten, und - nach Ovid - dass Herakles sie somit mit Pfeilen erlegen konnte[6].
Diese Aufgabe beinhaltet die Saturnphase und auch der Erdelement-Phase des sog. Mystischen Todes (U.Lehre 13.2): Der Adept hatte auf der letzten Stufe mit U.Lehre 12.4 gleichzeitig auch die Stufe 6 (Dharana - einspitzige Konzentration) des Ashtanga-Yoga abgeschlossen.
Die großen Vögel stehen für die individuelle Seele und ähneln hier dem ägyptischen Benu. Ihr Federkleid symbolisiert das Gewand der Weisheit und Wahrheit. Die konzentrierten Pfeile der Weisheitskraft durchdringen alles und töten das körperlich-abgründige des Menschlichen und des Tierischen, das der Adept jetzt ablegt.
Der See stellt das individuelle noch samsarisch geprägte aber schon beruhigte (daher die Hochebene) Unbewusste dar. Die Vögel sind hier zumindest noch mit den Beinen mit dem Samsara verhaftet. Der See steht also ähnlich wie das rote Meer der Israeliten oder das Meer des Jonas mit dem Wal für das samsarische Unbewusste.
Die von der Weisheitsgöttin Athene gegebene Klapper steht für eine bestimmte mantrische Kraft. Sie verjagt auch die Ängste. In Ägypten gibt es die Sistrum(sechem, sḫm) - Rassel, mit der hauptsächlich Hathor abgebildet wird. Eine Sistrum erscheint auch neben dem Isis-Kopfschmuck auf Münzen des Iuba II mit Kleopatra, und auch A. Kircher bildet Isis damit ab. Da Geräusch sollte das Verscheuchen böser Geister bewirken.
Der schwarze Rabe entspricht in der spirituellen Alchemie ebenfalls der Stufe 13.2 'Nigredo'. (Bezüglich anderer Instrumente steht in den Upanishaden steht der Nagel beispielsweise für das Mantra 'Ram' und der Spaten für das Mantra 'Svaha' usw..)
Die Vögel werden so in die hohen Zustände des Himmels aufgescheucht(U.L. 13.3 Jupiterphase), dass sie nicht zurückkehren, und die sog. Lunaphase 14.1 der körperlichen Transformation kann beginnen.

Herakles und der kretische Stier
7. Der weisse Stier

Der weiße Stier wurde König Minos von Poseidon aus dem Meer gesandt. (Nach der Wasserphase 3 der Stufe 13 nun die lange lunarische Phase 1 von Stufe 14). Minos versteckte angetan von der Schönheit des Stieres diesen in seiner Herde und opferte Poseidon stattdessen eines seiner Tiere. Der kretische Stier wurde daher von Poseidon mit Raserei geschlagen, wodurch er große Verwüstungen auf Kreta anrichtete.
Herakles brachte den tobenden Stier des Poseidon von Kreta auf seinem Rücken reitend durch das Meer nach Argos zurück und zu Eurystheus auf die Anhöhe von Mykene, wo er ihn diesem zeigte.[7]. Der weisse Stier symbolisiert hier den durch das Ananda zu transformierenden Körper mit dem Ätherkörper. (Eurystheus wollte den Stier der Göttin Hera opfern, doch diese lehnte jedes Geschenk von Herakles ab, und so wurde der Stier wieder freigelassen. Er gelangte nach Marathon und richtete Schäden an und tötete Menschen. Theseus wurde von Aigeus, dem Vater des Helden Theseus, gegen den Stier ausgesandt und bezwang ihn schließlich und brachte ihn nach Athen. Dort opferte Aigeus ihn dem Apollon; Apollodorus, Bibliothek, II/94-95, III/9 ff., III/209, IV/5-6.)

8. Menschenfressende Stuten

Er holte die menschenfressenden Stuten des Thrakerkönigs Diomedes (Dios:von Zeus; médon : Regent; medomai : denken, planen), des Königs der Bistonen und Sohn des Ares und der Nymphe Kyrene(altgr. Κυρήνη : oberste Herrscherin), nach Mykene. Dieser entspricht esoterisch wohl dem Intellekt(Buddhi).

Diese waren so wild und stark und ungestüm, daß sie mit einer eisernen Kette an die eiserne Futterkrippe angebunden waren.
Nach Hyginus waren ihre Namen Deinos (die Schreckliche), Lampon (die Glänzende), Podargos (die Schnelle) und Xanthos (die Blonde/Fahle). Ihr einziges Futter war Menschenfleisch. Sie sollen hier wohl die vier teiltransformierten astralen Elemente darstellen.
- Nach Diodor warf er ihnen Diomedes selbst zum Fraß vor und konnte sie danach gezähmt in Richtung Meer führen.
- Nach Pindar waren sie an eine bronzene Kette gefesselt, und Herakles verfütterte den Stalldiener, den sie so auffraßen, dass dessen Knochen knackten, und Herakles konnte ihre Kette lösen.
- Nach einer anderen Version wurde die Hippomania der Pferde durch den Fluss Kossiniti hervorgerufen, aus dem sie tranken.
Buddha lässt in diesem Zusammenhang sein von seinem Diener Channa gepflegtes Pferd und den Diener zurück und überschreitet den Fluss Anoma('glänzend, erhaben, glorreich') und geht auf den Pfad.
(Ú.L. 15.2 Saturnphase : Die lichten Pferde symbolisieren hier die Kraft der Tapasya. Herakles beseitigte die Quelle der fleischlichen Streithaftigkeit, indem er sie mit der ihnen übergeordneten Kraft erfüllte.)
Diese achte Prüfung entspricht dem Anfang der aus den Mysterien bekannten zweiten Einweihung, die den astralen Körper betrifft, d.h. zuerst werden die körpernahen astralen Kräfte spirituell gebändigt.

Herakles tötet Hippolyta
9. Wehrgehänge der Amazonenkönigin

Er brachte das Wehrgehänge der Amazonenkönigin Hyppolyta('Pferd loslassen'), die von ihrem bei den Göttern verhassten Vater und Kriegsgott Ares einen magischen Gürtel erhalten hatte, für Admete('Ungezähmte'), die Tochter des Eurystheus und Priesterin der Hera.

Die Amazonen waren eine Rasse von Kriegerinnen, die vom Kriegsgott Ares abstammten. Sie trafen sich manchmal mit Männern anderer Nationen, um künftige Generationen zu schaffen, aber sie liessen nur die Mädchen aufwachsen und töteten die Jungen.

Herakles macht sich mit einem Heer auf den Weg zur Hauptstadt Themiskyra am Fluss Thermodon. Als Hyppolyta von seiner Aufgabe hört, verspricht sie ihm den Gürtel freiwillig zu überlassen.

Hera versuchte das Vorhaben zum Scheitern zu bringen und verbreitete unter den Amazonen, Herakles wolle Hippolyte entführen. Es entbrannte ein Krieg mit den Amazonen in dem Herakles Hippolyte tötete und ihr den Gürtel abnahm.[8]. In einer anderen Version tötet Herakles viele ihrer besten Kriegerinnen und nimmt einige gefangen. Im Austausch gegen ihre gefangene Schwester Melanippe('dunkle Stute' - schwarze Pferde symbolisieren das niedere Denken mit seinen falschen Ideen und den niederen Willen) übergibt Hippolyte schließlich den Zaubergürtel an Herakles, der daraufhin nach Griechenland zurücksegelt[9].

Der magische Gürtel ist ein Symbol für die vollkommene Beherrschung des Manipura-Chakras, das durch die Stadt Themiskyra symbolisiert wird, und damit des Astralkörpers. (U.L. 15.4 bis 15.5 : Venusphase). Der alchemistische Rebis trägt diesen Gürtel ebenfalls. Hera als höhere göttliche Natur schliesst keinen Kompromiss mit den astralen Kräften.

Herakles kämpft mit Geryon
10. Rinder des Riesen Geryones

Er schaffte die Rinder des Riesen Geryon(es) herbei, der nach Hesiod auf der Insel Erytheia (Rotland, Land der Abendröte) lebte.

Herakles soll dem Helios für die Überfahrt seinen Sonnenbecher für die Nachtfahrt im Goldgefäß auf dem Okeanos entwendet haben[10], den dieser allerdings zurückerhielt.

Geryon besaß drei an der Hüfte zusammengewachsene Leiber. Er wird oft mit drei Schwertern und Schilden und manchmal auch geflügelt dargestellt. Seine Herde roter Stiere wurde von dem Hirten Eurytion und dem zweiköpfigen von Typhon(Typhoeus) in die Welt gesetzten Hund Orthos('Morgendämmerung') bewacht, einem Bruder des Kerberos (oder auch von Kerberos selbst). Nach Hesiod war Orthrus der Vater der Sphinx und des nemeïschen Löwen.

Geryon symbolisiert die Einheit von Körper, Geist und Seele des entwickelten Schülers. Herakles ist allerdings der höhere spirituelle Jivatma.

Herakles tötete den Hüter Eurytion('weit geehrt') und den Hund Orthus und danach Heryon mit einem Pfeil, der mit dem Blut der Hyrda getränkt war. Hera, die zur Unterstützung des Geryon herbeigeilt war, wurde von Herakles verwundet und in die Flucht geschlagen, da Herakles Kräfte hier schon höher sind als ihre Kräfte (:Blitz aus der Sonne der Tarotkarte 16  :U.L. 16 : alchemistischer roter Löwe, Feuer-Elementeprinzip, Marsphase)

Tarot 17 - noch am Abgrund
11. Äpfel der Hesperiden

Herakles holte die Äpfel der Hesperiden(Aigle, Arethusa, Erytheia, Hespere, Hesperusa und Hespereia), die als Göttinnen des Abends und des goldenen Lichts des Sonnenuntergangs galten.

Oft wird Erebos(Personifikation der Finsternis) als ihr gemeinsamer Vater bezeichnet, oder auch Atlas, manchmal auch Hesperos (der Abendstern). Als Mutter nennt Hesiod Nyx (die Göttin der Nacht). Nach anderen Quellen ist es Hesperis als weibliche Verkörperung des Abendsterns(römische Venus).
Die Hesperiden hüteten in einem wunderschönen Garten einen Wunderbaum mit goldenen Äpfeln, den Gaia der Hera zu ihrer Hochzeit mit Zeus wachsen ließ. Die Äpfel verliehen den Göttern ewige Jugend. Der Baum wurde durch Heras hundertköpfigen Drachen Ladon bewacht. Nachdem Herakles König Eurystheus die Äpfel übergeben hatte, leitete dieser sie weiter an Athene, die sie wieder an ihren Platz zurücklegte. (Der Baum mit den goldenen Früchten ist das Symbol ewiger Jugend oder der Liebe und Fruchtbarkeit. Diese Stufe 17 der U.L. entspricht dem siebten Zyklusplaneten Sol).

Herakles, Cerberus and Eurystheus
12. Höllenhund Kerberos

Er entführte den Höllenhund Kerberos aus der Unterwelt. Er verliess diese durch den See (oder Höhle) Acherusia('der Unsichtbare')[11] und brachte ihn zu Eurystheus(U.L. 18.3). Das Bewusstsein hat jetzt auch die tiefste Unterwelt erobert. Die entsprechende Tarotkarte 18 zeigt dementsprechend einen klaren See.

Fortgang

So war Herakles aus den Diensten des Königs Eurystheus, des höheren Kausalkörpers, befreit und vollbrachte weitere Heldentaten während der nun folgenden längeren spirituell-lunarischen Phase.

Deianira

Er kam nach Kalydon, wo König Oineus('Wein-Macher'?) herrschte, und verliebte sich sofort in dessen schöne Tochter Deianeira(griechisch Δηιάνειρα - den Männern feindlich, Männer-Zerstörer[12]), die der König dem Flussgott Achelous versprochen hatte. Aber Deianira liebte Achelous nicht, da er die Form einer Schlange oder eines Menschen mit Ochsenkopf oder eines Ochsen annehmen konnte. Um sie zur Frau zu gewinnen, musste Herakles zunächst Acheloos besiegen. Es gelang ihm schließlich, den sich ständig verwandelnden Flussgott mit seinen übermenschlichen Kräften zu besiegen. (Deianeira ist hier wohl vergleichbar mit der Sarva Buddha Dakini, eine spirituelle Transformationsform der Kundalini.)

Nessos

Während einer Reise mit seiner Frau Deianeira durch Theben überquerten sie den Fluss Eunenos('unschuldig, nicht böse'), wo der Kentaur(halb Mensch - halb Pferd) Nessos(Νέσσος; ~'Ente') wohnte, der sich Reisenden als Fährmann anbot. Nessos stellt die noch nicht ganz transformierte kama-manasische Natur dar, die während der lunaren Phase dieses Zyklusses der Wandlung und Beherrschung des Mentalkörpers beseitigt werden muss.
Herakles setze zuerst über und Deianeira folgte. In der Mitte des Flusses versuchte der Kentaur sich an ihr zu vergehen. Herakles hörte ihre Hilferufe und griff zu seinem Bogen. Der Pfeil verwundete Nessos tödlich. Im Sterben flüsterte der Kentaur Deianeira listig zu, sie solle sein Blut auffangen. Wenn sie das Gewand ihres Gemahles darin tränke, könne sie sich seiner ewigen Liebe sicher sein. Deianeira glaubte dem Kentauren und folgte seinem Ratschlag. Der Kentaur als noch nicht ganz geläuterte mentale Begierdennatur, bedient sich listig der Schlange, die auch beim Pharao in der Gegend des Manas-Chakras an der Stirn hervorschaut.

Iole

Herakles hatte Eurythos[13](griech. Εὔρυτος - 'reichlich fließend'), den König von Oichalia[14] besiegt und seine schöne jungfräuliche Tochter Iole('violettfarbene Morgendämmerung') zur Gefangenen genommen, auf die Deianeira eifersüchtig war.(U.L. 18.5 Venusphase). Iole entspricht hier der Narodakini.
Eurythos verweigerte ihm jedoch seine Tochter mit der Begründung, er hätte mit magischen Pfeilen betrogen. Später stürmte Herakles Oichalia, tötete (oder besiegte) Eurytos und dessen verbliebene Söhne und raubte Iole für seinen Sohn Hyllos, der älteste Sohn von Herakles und Deianeira (und auch ein Heraklid).

Als Herakles sich dann bei Zeus mit einem Dankopfer für den Sieg bedanken wollte, schickte er nach neuer Kleidung und Deianeira gab dem Boten ein in Nessos Blut getränktes Gewand. Das giftige Blut des Kentauren brannte bei der Opferzeremonie in die Haut des Herakles. Brüllend vor Schmerz gelang ihm nicht sich das Gewand vom Leibe zu reißen. Als Deianeira begriffen hatte, was sie getan hatte, brachte sie sich vor Schmerz um.

19.1 Herakles ging auf den Berg Oite und ließ wegen seiner Schmerzen einen Scheiterhaufen errichten, in den er sich stellte. Er befahl seinen Freunden, diesen zu entzünden, aber niemand wagte es. Da entzündeten die Blitze des Zeus den Scheiterhaufen(U.L. 19.1 Marsphase, Feuer - nach Ovid war es Philoktetes), und eine Wolke umfing Herakles und trug ihn in den Olymp, wo er seitdem als Unsterblicher mit anderen Göttern thront. Herakles als Jivatma hat seine Befreiung erreicht.

In anderen Worten : Herakles erlangt die vollständige Erleuchtung ohne Rückkehr in das Körperbewusstsein. Der Berg Olymp steht für den Nirvikalpa - Samadhi. Herakles ist jetzt vergöttlicht wie ein echter Sohn Heras.

(Nach einer anderen Version begütigten seine Qualen Hera, die höhere später vergöttlichte Natur, und Herakles wurde mit ihrer Tochter Hebe, der Göttin der Jugend und Tassenträgerin der Götter des Ambrosia beim himmlischen Fest, vermählt, von der er die Söhne Alexiares('Krieg abwehrend') and Anicetus('uneroberbar') hatte, die auch als Torhüter des Olymp galten.[15])

Literatur

  • Gustav Schwab: Sagen des klassischen Altertums. Insel-Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 2001. ISBN 3-458-34492-6. (BD 1, BD 2)
  • Karl Galinsky: The Herakles theme. The adaption of the hero in literature from Homer to the 20th century, Rowman and Littlefield, 1972, ISBN-10: 0874711134 ISBN-13: 978-0874711134.
  • Karl Kerenyi : The Heroes of the Greeks, Thames and Hudson, 1959.

(was andere sagen...)

  • Johann Wolfgang Denzinger, Die zwölf Aufgaben des Herakles im Tierkreis Der zeitlose Entwicklungsweg des Menschen, Kailash Verlag, 1994; Edition Uranos, 2009 ISBN 978-3939474029

Referenzen

Weblinks

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