Schlange

Aus Spiritwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stab des Asclepius

Die Schlange hat mehrere esoterische Aspkte. Das Wort Nāga (IAST: nāgá, Burmesisch nəɡá) ist im Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus der Ausdruck für eine Gottheit oder auch für eine Klasse von Schlangenwesen. Eine weibliche Schlange wird als nāgī oder nāgiṇī bezeichnet. Manche Darstellungsformen der Schlange ähneln einem Drachen.

Hinduismus

Im Hinduismus symbolisieren die Schlangen(nāgas) verschiedene Manifestationsformen der kosmischen Shesha - Kundalini - Schlange. Nagas sind oft halbgöttlich und leben in den verschiedenenen Regionen der Unterwelt(Patala).(s.a. : Daityas).

Veden

In den Veden ist Vritra (Sanskr. vṛtra : Feind, Gewitterwolke) ein drachen-, wolken- oder schlangenartiger Dämon (Asura) und ein Feind der Götter und Menschen, der dort auch als Ahi (Schlange) bekannt ist(RV 7, 64, 3)[1] .

Muladhara - Chakra

Eine feurige Kundalini - Form von Shesha (Kula-Kundalini) schlummert im Menschen im Ra - Dreieck des Muladhara - Chakra und wird durch den Yogaprozess hochtransformiert. In ihrer hochtransformierten Form im Sahasrara wird sie auch mit Kameshvari bezeichnet.

Nach der Yoga Kundalini Upanishade 1.82-84 nimmt die Kundalini-Schlange ihren Schwanz in das Maul wie ein Ouroboros.

Swadhisthana - Chakra

Ein Fisch, ein Krokodil und eine Schlange(Prana - Kundalini) sind Symbole von Eigenschaften des Swadhisthana - Chakra. Dieses Chakra ist das eigentliche Chakra der pranischen Schlangenkräfte(Kosha dunkler stofflicher Äther : Buchstabe U), für die im Kundalini-Yoga bestimmte Reinigungstechniken praktiziert werden.

Kaliya Daman

Das Linga Purana zählt 12 Schlangen als Begleiter der Götter auf. Surasa gilt hier als die Mutter der giftigen einköpfigen Schlangen(Sarpas). Kadru ist die Mutter der ungiftigen(?) mehrköpfigen Nagas des Mahātala. Ihre Schwester und Mutter des Garuda ist Vinata.
Die bekanntesten Schalngen sind Ananta, der Naga-König Vāsuki und der Schlangenkönig Takshaka[2].
Als Arjuna und Krishna im Mahabharata im brennenden Khandava - Wald Agni beistanden, starb Takshakas Frau und Takshakas Sohn Aswasena gelang die Flucht, der später den Tod seiner Mutter an Arjuna zu rächen versuchte.

Der Garuda wird im Hinduismus als Feind der Schlangen angesehen.

Der Schlangenkönig Vasuki ist Teilnehmer beim Quirlen des Milchozeans.

Krishna tanzt im Bhagavata Purana Flöte spielend auf den 5 Köpfen des mächtigen Schlangendämons Kaliya, einem Sohn von Kadru, der Urmutter der Schlangen, den Garuda zuvor besiegt hatte, wonach Kaliya in den Yamuna flüchtete[3].

Mahavishnu's kosmische Shesha Naag ist eine große Schlange mit 5 Köpfen. Im Mahabharata gibt Brahma der Shesha seinen Segen und den Auftrag, Prithvi oder die Erde zu tragen.

Indrajit, ein Sohn von Ravana verschießt im Ramayana im Yuddha-Kanda Pfeile, die sich in Schlangen verwandeln.
Die Daitya - Helden Sunda and Upasunda besiegen die Nagas genau wie Ravana in Mahabharata (3,289).

Das Mahabharata - Epos beginnt im ersten Buch Adi Prava mit mit der Geschichte der Nagas(Kapitel : Paushya, Pauloma, Astika). In Mahabharata 1.57 werden 7 Schlangenrassen aufgezählt. Naga - Frauen werden als besonders schön hervorgehoben(3,263) (4,9) (6,105).

Nach dem Varaha-Purana hatte Brahma's Sohn Kashyapa vier Frauen. Kashyapas erste Frau gebar die Devas, die zweite die Garudas und die drtte Frau Kadru, die Schlangen-Urmutter im Patala, die Nagas (1000 Schlangen).

Sesha

Sesha('das was übrig bleibt'), Sheshanaga (Śeṣanāga) oderr Adishesha (Ādi Śeṣa) bzw. Ananta ist Vishnus kosmische siebenköpfige Urschlange, auf der er ruhend abgebildet wird. Sesha gilt im Mahabharata als die erste Schlange und als Schlangenkönig. Er gilt als fromm und geduldig und friedfertig.
Im Bhagavatam 2.12.7-18 verflucht Kadru Sesha und seine Brüder, als mehrere gehorsame Schlangen behaupteten, Kadrus Bitte, ein Pferd zu bedecken, damit es schwarz erscheint, sei unmöglich. Sie verurteilte sie und sagte: Mögen Sie vom Feuer verbrannt werden.

Der Bhagavân Ananta Deva ist von grenzenloser Stärke. Seine Eigenschaften sind unendlich. Er ist der Ozean der unendlichen Qualitäten. Er ist ein Deva von sehr guter Natur und seine Natur ist sehr hell. Er hat den Zorn und den Neid aufgegeben und will das Wohlergehen aller. Alle Devas verehren ihn und Er ist der Aufbewahrungsort aller Sâttvic-Qualitäten. (Bhagavatam 8.20.1-37)

  • Nach dem Vishnu Purana 2.5 existiert Sesha unterhalb der Unterwelt : Unter der sieben Bereichen der Unterwelt befindet sich die Form von Vishnu, welche aus der natürlichen Qualität der Trägheit entsteht und Sesha genannt wird. Die Daityas und Danavas kennen dieses mächtige Wesen nicht. Die Götter und Himmlischen nennen es Ananta. Es hat tausend Köpfe, die mit mystischen Zeichen geziert sind. Die tausend Juwelen auf seinen Köpfen strahlen durch alle Bereiche. Zum Wohle der Welt begrenzt dieses Wesen die Kraft der Dämonen, und seine Augen rollen im Rausch. Jeder Kopf trägt einen Ohrring, ein Diadem und einen Kranz. Dieses Wesen strahlt wie die weißen Berge oder das Feuer. Es trägt purpurrote Kleidung, Ornamente mit einer weißen Kette und erscheint wie ein zweiter Kailash, von dem die himmlische Ganga herabfließt. In einer Hand hält es den Pflug und in der anderen die Keule. Dieses selbststrahlende Wesen wird besonders von der Göttin des Wohlstandes und der Göttin des Weins (Varuni) verehrt[4].

Manasa

Schlangengöttin Manasa, die Schwester von Vasuki

Manasa (Absicht, die Verstandesgeborene) bzw. Ma Manasa Devi ist eine hinduistische Schutzgöttin, die zu den Nagas gezählt wird. Sie wird als junge juwelenverzierte Frau mit einer Krone aus sieben Kobras dargestellt und sitzt auf einem Lotus. Ihr Vahana ist eine Schlange und ihre Attribute sind Wassertopf, Schlange, Rosenkranz und ein Manuskript. Andere Namen von Manasa sind Vishahara (Zerstörer von Gift), Nityā (ewig) und Padmavati. Manasa ist die Schwester von Sesha (Ananta) und Vasuki. Sie gilt als Tochter von Kadru und Kashyapa, aus dessen Verstand sie entstanden sein soll, bzw. auch als uneheliche Tochter von Shiva. Ihre buddhistische Entsprechung ist die Schlangengöttin Janguli - Tara.
Die Göttin soll im Zorn mit Schlangenbissen strafen, aber auch Menschen davon heilen bzw. davor beschützen. Daher ist einer ihrer Beinamen auch Vishahara (Giftentfernerin). Nach dem Mahabharata heilte sie Shiva, nachdem dieser nach der Quirlung des Milchozeans das Gift von Vasuki verschluckt hatte, so dass sein Hals blau anlief (Nilakantha). Andere Beinamen sind : Nagini (weibliche Schlange), Nagesvari (Herrrscherin der Schlangen), Astikamata (Mutter von Astika), Janguli (Giftkennerin), Jagatgauri (Schönheit der Welt), Patma (Lotus), Patmavati (die Lotusgeborene), Nitya (die Ewige) Nagamata (Mutter der Schlangen), Shaivi, Vaishnavi, Nagabhogini, Yogeshvari (Herrin des Yoga) und Siddhayogini.
Das linke blinde Auge (bisdristi) der Göttin ist das böse und giftige, mit dem sie durch ihren bösen Blick töten kann, während sie mit dem rechten Nektarauge (amritanayan)heilt. Manasa soll freundlich und liebevoll zu ihren Verehren sein und gnadenlos zu denen, die sie ablehnen. Manasa wird auch in den Puranas erwähnt[5].

Mantras sind u.a. Om Hrîm Srîm Manasâ Devyai Svâhâ und Om Hrîm Srîm Klîm Aim Manasâ Devyai Svâhâ.

Südostasiatische Naga

Buddhismus

Im Buddhismus symbolisiert die Schlange Hass und Aggression(Samsara).
Nagas werden im 29 : Naga-samyutta des Samyutta Nikaya erwähnt.
Die Göttin Janguli - Tara[6] ist die tibetische Göötin der Schlangen und des Giftes. Sie wird zumeist gelbhäutig mit drei Gesichtern(davon ein blaues und ein weisses) und sechs Armen dargestellt. Sie trägt Schlangen und Lotusblumen. Ihre Kräfte können zur Verhinderung von Schlangenbissen benutzt werden.

Ägypten

In Ägypten wird Apophis mit der Schlange verbunden [7] Eine (zumeist Uräus-) Schlange tritt auch in vielen Abbildungen aus der Stirn von Pharaonen und ägyptischen Göttinnen aus.
Der Schöpfergott Khnum hat auf Abbildungen neben der Sonnenscheibe(Re) und den Tafeln über dem Kopf zwei Schlangen, die wohl den Fluiden Jin und Jang entsprechen.

Alchemie

Schutzamulett mit Uroboros

In der Alchemie ist der Ouroborus u.a. im Book of Lambspring,6 ein uraltes Schlangensymbol[8]. Man findet ihn auch auf altägyptischen Särgen, in der Gnosis, in der Emblematik und in esoterischen Bünden.
Im Aurea catea Homeri. Francoforti et Lipsiae. hat der Inferior-Uroboros satanische Züge, während der Superior-Uroboros mit Flügeln und Krone himmlische oder göttliche Züge trägt.

Griechenland

Aus den griechischen Mythen sind schreckliche Schlangen wie Echidna, Hydra( ὕδρα hýdra Wasserschlange, Wassertier) und Python bekannt.

Kreta

Auf Kreta wurden die minoischen Schlangengöttinnen verehrt, die hauptsächlich in Schreinen außerhalb des Palastes von Knossos gefunden wurden[9] Da sie bei entblößtem Oberkörper und ausgestrechten Armen einen langen Rock tragen, stellen sie wohl weniger ein Fruchtbarkeitssymbol dar. Einige Statuen haben zusätzlich ein kleines Kind(oder Tier) auf dem Kopf.

Literatur

Referenzen

Siehe auch

Weblinks