Sphinx

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Die Sphinx ist ein Fabelwesen, das bei Phönikern, Hethitern, Assyrern, Ägyptern und Griechen zu finden ist. Die hethitischen Damnaššara-Sphingen waren Torwächtergottheiten.

Die Große Sphinx in Gizeh, die von Khafre (Chephren), dem Sohn des Khufu (Cheops) errichtet worden sein soll, deren Datum aber wegen Wasser-Erosionen auch viel älter sein kann.

Sphinx (ägyptisch)

Eine Sphinx (von spanch - das, was das Leben empfängt) war in Ägypten eine Darstellung eines männlichen Löwen, meistens mit Menschenkopf, manchmal auch mit bzw. auch Widder-, Falken- oder Sperberkopf.

Sphingen in Luxor

Ägyptische Attribute sind Sonnenscheibe, Pektorale, die Uräusschlange oder Doppelkrone. Einige Sphingen, die ursprünglich mit 'Hu' bezeichnet wurden, besitzen im Gegensatz zur Urform auch Flügel.

Beispiele sind die große Sphinx von Gizeh und die Sphinx der Hatschepsut. Die ruhenden Sphingen (Criosphinx) in Karnak haben einen Widderkopf.

Die meisten Sphingen stellen einen König oder Pharao oder auch andere ägyptische Götter mit Tierkörper dar.
Andere Darstellungen in liegender Form dienten als Wächterfiguren vor Tempeleingängen.

griechische Sphinx

Sphinx (griechisch)

Eine Sphinx (sphíngo“ ; Infinitiv: sphíngein : erwürgen; (durch Zauber) festbinden) war als Figur der griechischen Mythologie ein Mischwesen aus Löwe und Frau mit Flügeln, bzw. auch eine Frau mit den Tatzen und Brüsten einer Löwin. Der Berg Sphingion (lat. Sphingium) bzw. Phikion (lat. Phicium) oder Phoinikion (lat. Phoenicium) galt als Heimstatt der Sphinx.

Die Sphinx galt als Nachkomme von Typhon und Echidna. Sie war somit Schwester von Hydra, Chimära, Kerberos und Orthos und galt daher als Dämon der Zerstörung und des Unheils. Sie wurde in Griechenland als geflügelter Löwe mit einem Frauenkopf, manchmal auch als Frau mit den Tatzen und der Brust einer Löwin, einem Schlangenschwanz und Vogelflügeln dargestellt.

Nach Hesiod stammt sie von Orthus und Chimaera ab (Theogonie 326).

Die Legende der griechischen Sphinx besagt, daß sie vorbeikommende Reisende stets erwürgte, wenn diese das von ihr gestellte Rätsel nicht lösen konnten.

Das Rätsel lautete: „Es ist am Morgen vierfüßig, am Mittag zweifüßig, am Abend dreifüßig. Von allen Geschöpfen wechselt es allein in der Zahl seiner Füße; aber eben, wenn es die meisten Füße bewegt, sind Kraft und Schnelligkeit bei ihm am geringsten. ?

Ödipus löste das Rätsel, dessen Antwort „der Mensch“ ist: Als Kleinkind krabbelt er auf allen vieren, als Erwachsener geht er auf zwei Beinen und im Alter braucht er einen Stock als drittes Bein.

Die Sphinx stürzte sich daraufhin von einer Klippe ins Meer.


Aus allegorischer Sicht stellten die griechischen Sphinxen als Hüter der Schwelle die zu überwindende Libido des Menschen dar(U.L. 7), wobei die Flügel auf den Logos (z.b. 'OM') als probates Mittel des Pranayama hinweisen, da der Sitz des höheren Prana im Herzen ist, und daneben auch auf das 'sinnliche oder fleischliche Herz'. Dadurch überwindet der Hierophant den Kreislauf des Alterns der Seele.

Tarot

Tarotkarte 10 - die Sphinx hat sich vereinigt und gelöst. In ihrem Herzen herrscht jetzt der auf Karte 7 abgebildete Logos.
Die entsprechende Tarotkarte 7 mit 2 sphinxähnlichen ruhenden Tieren


Die Spinx erscheint im Tarot schon auf der Karte 2.

Auf der Karte 7 sind die Sphingen geläutert. Sie ruhen, und sie haben hier schon eine andere Körperfarbe, ein weicheres Gesicht und eine Pharaonenfrisur. Sie schauen aber in entgegengesetzte Richtungen, da die dunkle Sphinx andere Interessen als die rose Sphinx hat. Nur der Unterkörper ist gemeinsam und Teil des Fahrzeugs des Herrschers, der hier noch einen dunklen Stab in der Rechten hält.

Auf der Karte 8 erfolgte die Trennung von Gut und Böse.

Auf der Karte 10 ist die Sphinx erhöht und führt ein eigenständiges Dasein. Der auf Karte 7 schon abgebildete geflügelte Logos ist ein Teil ihrer Herzenskräfte geworden. Ihr Oberkörper ist hellgrün. Der Unterleib hat die dunkle Farbe des Gewandes des Dämons am Rad.

Sie erinnert dadurch an Shiva beim Wirbeln des Milchozeans.

Ein anderer Vergleich ist Kameshvara, der im Bereich von Kamadhenu residiert.


Referenzen

Weblinks