Vajrayana

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Das buddhistische Vajrayana entstand ca. im 4ten Jahrhundert in Tibet. Es leitet sich vom Mahayana - Sutrayana ab und beinhaltet Einflüsse der erloschenen Sautrantikas, des Madhyamaka, des Mantrayana (Mantrafahrzeug) und des Tantrayāna (Tantrafahrzeug).
Daneben entwickelte das Vajrayana eine reiche Götterwelt, in die auch Varianten indischer Yidams wie Yamantaka, Mahakala, Hayagriva, Ganapati, Sarasvati und Tara eingegliedert wurden.

Das Vajrayana wurde von indischen Mahasiddhas gegründet. Ein Mitbegründer war Longchenpa. Die Lehren beinhalten

Das Vajrayana versteht sich allerdings als dritte Drehung des Rades.

Vajra bedeutet 'Diamant', daher die Bezeichnung 'diamantenes Fahrzeug'(tibetisch: Dorje Thegpa) des Geistes bzw. 'Diamantweg'. Die nicht unumstrittene Buddha - Natur (skt. buddha-dhātu, tathāgata-dhātu) oder Tathagatagarbha wird hier als die innewohnende, unbegreifliche, ungeschaffene, wonnevolle und unsterbliche Buddha-Essenz (svabhava) aller Lebewesen dargestellt. Das Bodhichitta , das Mahamudra und das Trikaya werden betont, während die Sunyata hier ausser bei den Gelugpas nicht mehr ganz so im Mittelpunkt steht, da die Lehren von Shunyata und von Anatta sich auf bedingt Entstandenes beziehen.

Inhaltsverzeichnis

Sadhana

Der Pfad des Vajrayana besteht aus der Vorbereitungsstufe(Ngöndro), der tantrischen Erzeugungsstufe (tib. Kyerim) und der Vollendungsstufe (tib. Dzogrim), die im Kriya Tantra auch als 'Kroneneinweihung' umgesetzt wird.
Diesen Stufen entsprechen dem Vorbereitungspfad, dem Probepfad und dem Einweihungspfad im universellen System.

Es war ursprünglich eine Geheimlehre und wurde in einer Symbolsprache (saṃdhyā-bhāṣā) überliefert. Die frühesten Texte wurden an der Nalanda - Universität verfasst. Die Manuskripte von Dunhuang sind ebenso vielfältig.

Der tibetische tantrische Buddhismus bildete vier Hauptschulen (Nyingma, Sakya, Kagyü und Gelug) und Klöster mit eigenen Varianten der Lehre.

Meditationen, Visualisierungen(Mandala, Yidam) und Rezitieren von Mantras sowie Rituale, Einweihungen und Guru-Yoga gehören zur Praxis der Tantra - Sadhana. Die Vergänglichkeit alles Bestehenden wird besonders betont. Echtes Verständnis von Mitgefühl, die rechte Ansicht und ein Verständnis der 'großen Leere' sind essenziell.

Wichtig sind auch die vorbereitenden Übungen (sngon 'gro), ohne die die Erfolge zumeist spärlich ausfallen. Verbreitet ist hier die Vajra-Rezitation des Om Ah Hum für Anfänger und zum Einstimmen.

Das Vajrayana kennt grob drei Typen der Meditationspraxis:

Nach dem siebten tantrischen Gebot des Vajrayana darf eigentlich nur die äußere Sadhana beschrieben werden, und auch mit dieser äußeren Sadhana soll keine eigentliche Technik ohne Prüfung der Integrität und Neigung des Empfängers übertragen werden.

Yidams

Im Vajrayāna und in der Nalanda - Tradition von Indien-Tibet-China existieren 15 größere tantrische Sādhanas: 1. Śūraṅgama Sitātapatrā, 2. Nīlakaṇṭha, 3. Tārā, 4. Mahākāla, 5. Hayagrīva, 6. Amitābha Amitāyus, 7. Bhaiṣajyaguru Akṣobhya, 8. Guhyasamaja, 9. Vajrayoginī Vajravarāhi, 10. Heruka Cakrasaṃvara, 11. Yamāntaka Vajrabhairava, 12. Kālacakra, 13. Hevajra 14. Chod 15. Vajrapāṇi.

Alle sind in tibetischer Form verfügbar, viele in chinesischer Übersetzung, und von einigen existieren noch alte Sanskrit - Manuskripte.

Die tantrischen Gottheiten werden in den vielbändigen Werken 'Ozean der Methoden des Erreichens', Drup Thab KUuntu(14 Bände) und im Gyu De Kun Tus(30 Bände) beschrieben.

Literatur

Referenzen

Weblinks


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