Sri Vidya

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Sri Vidya (Reichtum an Wissen, strahlende Weisheit) ist eine shaktistische Schule, deren Lehren in vieler Hinsicht dem kashmirischen Shivaismus ähneln. Grob gesehen gibt es im Sri Vidya die vier Traditionen(sampradāya) Samayachara, Dakshinachara, Kaulachara, Vamachara(Laya Pradhana)[1] und das Mishra Marga.

Sri Lalita Tripurasundari

Wissen und Verehrung der Gottheit wird als Vidyā bezeichnet. Damit ist Śrī Vidyā das Wissen über und die Verehrung der Muttergottheit Śrī Devi, die auch Śrī Māta (Mutter Śrī) oder Tripura sundari(Schöne der 3 Städte) genannt wird. Sie verleiht ihren Anhängern Glückseligkeit und Fülle.

Šrī Vidyā kennt 10 Ebenen der Entwicklung, die den 7(manchmal 10) Chakras entsprechen, die Gunas sowie die Daša-mahā-vidyā oder 10 großen Weisheitsgöttinnen. Daneben bezieht es sich auf das Lakshmī - Tantra und das Brahmanda Purana.

Parvati als Lalita

Inhaltsverzeichnis

Lalita

Im Mittelpunkt steht die auch als Moksha Mukuta bezeichnete tantrische Göttin Lalita mit weiteren Namen wie Lalitpurasundarī, Shri Devi, (Maha-)Tripurasundarī(Schöne der 3 Städte), Mahārājñīand oder Rājarājeśvarī (Vamakeshvarasrimata).

Die Göttinnen Lalita und Kamalā, die tantrische Version von Lakshmi, repräsentieren die glückselige Essenz der Existenz.

Das Subhagodaya von Shivanandamuni ist eine Abhandlung über ihre tägliche Verehrung(puja) als Göttin Lalita.

Das zum Brahmanda Purana gehörige Lalitā Sahasranāma[2] erwähnt 1000 Namen von Lalita.

Lalita ist die vorherrschende Göttin der geheimsten mit dem Śrī Cakra (auch als Śrī Yantra bezeichnet), dem Symbol universeller Harmonie, verbundenen Yogapraktiken, die allgemein als Śrī Vidyā bezeichnet werden.

Sri Meru Yantra

Mantrini

Die Mutter Matangi schützt die Gerechten vor allen Arten von Übel. Im Kapitel 1.8 des Lalita Sahasranama heisst es : Die 1000 Namen der Göttinen Mantrini und Dandini sind mit genannt worden, aber die von Devi Lolita sind mir nicht gesagt worden.[3]

Ein Mantra der zweiten dunkelblauen Göttin Mantrini(Die Gnadenvolle), Matangi oder Shyamala(Mutter von Mahiasura) ist z.B. aim klim sau aim hrim shrim om.

Das Brahma Yamala - Tantra beschreibt das Meditation Shloka für Matangi. Hier heisst es, die Devi wurde einem Muni namens Matanga geboren als Ergebnis seiner intensiven Buße, da die Devi erfreut war und ihm gewährte, bei ihm geboren zu werden. Daher ist sie als Matanga kula nandini bekannt.

Die Anga Vidyas von Mantrini[4] bilden 18 als Shyamala Kula bekannte Devatas.

Im Ramayana sagt Jatayu, der König der Vögel, zu Rama : O Juwel, bei den Männern sind die Elefanten die Nachkommen von Matangi.

Danda-natha

Ein Mantra der dritten hundeköpfigen Göttin Varahi[5] oder Danda-natha(Dandini - weiblicher Kommandeur der Kräfte der göttlichen Mutter). Nach dem Brahmanda Purana soll sie in Unterstützung von Lalita im Kampf mit Vishukra und Vishanga den Asura Vishukra getötet haben. Dandini Devi saß auf ihrem Wagen 'Kiri Chakra', als Waffe hatte Sie einen Pflug, den Sie schwang. Hinter ihr war Mantrini Devi auf Ihrem Wagen Geya Chakra. Ihre Waffen waren Pfeil und Bogen.

Ihr Mantra ist z.B. Hasaim sa ka la hrim hastraum.

Pratyangira

Yantra der Göttin Prathyangira mit Trishula (Dreizack), Shankha (Muschelschale), Chakra (Diskus), Gada (Macis)

Eine andere auch löwengesichtig dargestellte Göttin ist Pratyangira [6] (auch : Prathyangira oder Narashimhika bzw. Menschenlöwe: Kalisahasranama Stotram). Der Name wird schon im Atharvaveda(Pratyangira und Angiras) erwähnt. Nach dem Markandeya Purana wurde sie von Bhairava aus dessen drittem Auge erschaffen, und sie beruhigte Narsimha, nachdem er den Dämonenkönig Hiranyakashipu getötet hatte, seinen Körper zerrissen und sein Blut getrunken hatte(im Narsimha - Purana war es allerdings Prahlada).
Sie wird auch im Ramayana(Nikumbala Yaga) erwähnt und auch zur Befreiung und zum Schutz vor schwarzer Magie(krtya) sowie verschiedenen negativen Einflüssen wie Hexerei, Krankheiten und Unglück angerufen. Im Lalita Sahasranama wird der Titel Maha Bhairava Poojitha mit Prathyangira gleichgesetzt.
Das beejaksharam (Samenbuchstabe) ihres Mantras ist ksham (Glückseligkeit). Ein längeres Mantra ist hrim ksham pratyngire klim hrim ksham hum phat sau. Ihr Moola Mantra ist Om Sat Chit Ananda Parabrahma, Purushothama Paramatma, Sri Bhagavathi Sametha,Sri Bhagavathe Namaha.
Ein Pratyangira Yantra - Mantra (gegen negative Einflüsse) ist : Aparajithaayai Vidhmahe, Chathru Nisuulinyai Cha Dheemahi, Tanno Pratyangira Prachodhayat

Sadhana

Die Mukthi Sadhana[7] des Sri Vidya erfolgt neben Pujas über Sri Vidya Meditationen von Yantras (insbesondere des Sri Yantra) und über Nama-Mantras [8] und Strotas[9].

Sri Yantra Tantrik

Am Herzen des Bindu im Zentrum des Shri Yantra ist das, was seine Emanation verursacht. Dies ist Kamakala, die aus drei Bindus oder Potentialen besteht. Der Eine ist rot, ein anderer ist gelb, ein weiterer ist weiss, und der letzte ist gemischt. Der rote Bindu ist Eizellen, der weisse Bindu ist Samen, und der gemischte Bindu ist die Vereinigung von Shiva und Shakti, das Individuelle als potentielles Shri Cakra.

Ein Beispiel tantrischer Zwielichtsymbolik : Vater und Mutter werden im Shri Vidya durch die zwei Glieder oder Aspekte von Lalita dargestellt, die als Varahi und Kurukulla bekannt sind. Der Samen von Varahi, die Vaterform, gibt vier alchemistische Dhatus an das Kind. Die Eizellen von Kurukulla, der Mutterform, geben fünf Dhatus an das Kind. Bewusstsein tritt über Orgasmus ein. Die drei Bindus, zusammen bekannt als Kamakala (Ziffer sexueller Lust), sind das Wurzelpotential von Sonne, Mond und Feuer. Es ist, als ob Sonne und Mond in einer Eklipse zusammenkommen, oder das Saatgut, aus dem die Pflanze des menschlichen Wesens wächst.

Varahis vier alchemistische Dhatus sind als die vier Feuer bekannt. Kurukullas alchemistische Dhatus sind als die fünf Shaktis bekannt. Die Kombination dieser fünf Shaktis (nach unten zeigenden Dreiecke) und der vier feuer(nach oben zeigenden Dreiecke) bildet die komplexe Figur im Zentrum des Shri Cakra.[10]

Anfänger

Das erste an Anfänger vergebene Mantra ist das Bala Tripurasundari Mantra[11] Aiym Kleem Sow Sow Kleem Aiym .(Es steht hier für Mahamaya).

Spätere Mantras sind beispielsweise

  • om aiṁ hrīṁ śrīṁ - om namastripurasundaryai namaḥ pādukāṁ pūjayāmi
  • om aiṁ hrīṁ śrīṁ - hṛdayadevyai namaḥ pādukāṁ pūjayāmi namaḥ

Literatur

Die Haupttexte des Sri Vidya sind das Parasurama Kalpasutra, das Sarada Tilakam, das Shubagama Panchagam, das Prapanchasara Tantra, das Sri Vidya Ratnakara (Karapatra Swamy Varnasi) und das Saundarya Lahari[12] sowie die Bhavanopanishad[13]. Das Devi Khadgamala Stotram beschreibt die verschiedenen Gottheiten im Sri Yantra.

Referenzen

  1. http://shaktisadhana.50megs.com/Newhomepage/Resource/essays/4traditionsofsrividya.html
  2. SrIlalitA%20stOtramaMjari
  3. http://www.kamakoti.org/kamakoti/brahmandapurana/bookview.php?chapnum=23 Essence of the Brahmanda Purana
  4. http://www.kamakotimandali.com/srividya/shyamalamanu.html Shyamala Manu
  5. http://www.ambahouse.org/pdf/shrilalita-2b.pdf
  6. http://shaktisadhana.50megs.com/Newhomepage/shakti/SriMahaPratyangira.html
  7. http://srividyasadhana.com/
  8. http://www.manblunder.com/search/label/Sri%20Vidya
  9. http://www.kamakotimandali.com/misc/vidyastotra.html Sri Vidya strotas
  10. https://astrobytes.wordpress.com/tag/vamakeshvara-tantra/
  11. http://sribalathirupurasundari.com/Sri-Bala-Thirupurasundari-Ambal.html
  12. shankaracharya.org/soundarya_lahari.php
  13. docs.google.com/document/d/1mFkvvaiDiJWJcFA6z-RMuW_gfarw7R7xDBjUGPY4j48/export?format=pdf&id=1mFkvvaiDiJWJcFA6z-RMuW_gfarw7R7xDBjUGPY4j48

Weblinks


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