Mandala

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Kalachakra-Mandala

Das Sanskritwort Mandala bedeutet ursprünglich Kreis. Mandalas sind besonders im Buddhismus verbreitet.

Inhaltsverzeichnis

Hinduismus

Im Hinduismus werden Mandalas in den Agamas und in den Tantras beschrieben wie im Pancaratra - Agama und im Lakshmi - Tantra (37. 3-19), wo ein Mandala mit neun Lotusblüten, auf denen sich Narayana mit Lakshmi im zentralen Lotus, umgeben von göttlichen Emanationen (vyuthas) und andere Gottheiten auf den Blütenblättern befinden, beschrieben wird. Damit symbolisiert das Mandala eine Kosmologie bzw. eine Quelle der Manifestation der zentralen Gottheiten des Kosmosses.
In der Puja ist das Mandala der Ort, wo eine Gottheit durch das Mantra aufgerufen wird.

Buddhismus

Mandala

Das tibetische Wort für 'Mandala', (tib. dkyil-‘khor), bedeutet wörtlich 'das, was einen Mittelpunkt umkreist'.
Mandalas werden im Buddhismus als Meditations- und Konzentrationsbilder und zur Visualisation verwendet.
Kobo Daishi vom Shingon unterscheidet vier Typen von Mandalas :

  1. Maha-Mandala(Universum)
  2. Samaya Mandala : Mudras und Gesten mit Objekten wie Lotussen und Schwertern.
  3. Dharma Mandala : Als Methode zur Übertragung des Buddhageistes werden Sutras, Sanskritworte und Buddhanamen verwendet. Die Essenz der Lehre ist in Bijas enthalten.
  4. Karma Mandala : Dieser Typusbezieht sich auf Handlungen Buddhas und allgemein der Menschen des ganzen Universums.[1]
Tibet

Im Zentrum eines tibetischen Mandalas befindet sich oft die tantrische Gottheit[2] als Essenz.
Ein äußeres Mandala (tib. phyi’i dkyil-‘khor) symbolisiert dort ein Weltsystem.
Ein sog. Körpermandala (tib. lus-kyi dkyil-‘khor, lus-dkyil) findet sich ausschließlich in einigen Anuttarayoga-Mutter-Tantras.

Im Kalachakra-System repräsentieren die runden symbolischen Mandala - Scheiben der vier an Finsternissen beteiligten Himmelskörper Mond, Sonne, Rahu und Kalagni (der Nordknoten und Südknoten des Mondes) die vier feinstofflichen Energietropfen innerhalb des feinstofflichen Körpers. Das sind die Energietropfen des Wachzustandes, Traumzustandes, Tiefschlafs und des vierten oder Spitzenzustandes.[3]

Hevajra - Sand - Mandala

Beispiele von Mandalas sind das japanische Kongōkai - Mandala, welches den kosmischen Buddha Vairocana repräsentiert und mit höchster kristallklarer Weisheit des Diamantreiches (Skt.vajradhātu, Jp.kongōkai) verknüpft wird. Das Taizōkai - Mandala stellt die Welt der physikalischen Phenomäne bzw. Manifestationen der Wahrheit dar und wird mit höchsten Prinzipien (jap. Ri) verknüpft.[4]

Bardo

Im tibetischen Totenbuch tauchen am sechsten Tag nach dem Tod die Torhüter des Mandala auf, welches auf die 5 Aspekte der Erleuchtung verweist. Die Torhüter stehen für Güte, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut.

  • Osten: Der weiße Vijaya und Gefährtin Ankusha (Stachelstockträgerin). Der Haken des Ankusha symbolisiert die Liebe zu allen fühlenden Wesen, der die Herzen einfängt.
  • Süden: Der gelbe Yamantaka und seine Gefährtin Pasha (Schlingenträgerin). Die Schlinge symbolisiert das fesselnde Mitgefühl.
  • Westen: Der rote Hayagriva und seine Gefährtin Shrinkala (bzw. Sphota; Kettenträgerin). Die Ketten symbolisieren die unermessliche Freude, der sich niemand entziehen kann.
  • Norden: Der grüne Amritadhara (Amritakundali) und seine Gefährtin Gantha (Glockenträgerin). Die läutende Glocke symbolisiert den grenzenlosen, nicht unterscheidenden Gleichmut.[5]

Literatur

Referenzen

  1. http://www.shingon.org/teachings/ShingonMikkyo/mandala.html
  2. http://www.ppt.dtpnet.de/mandala/mandala_tibeter.htm
  3. http://www.berzinarchives.com/web/en/archives/advanced/tantra/level1_getting_started/meaning_use_mandala.html
  4. http://www.onmarkproductions.com/html/mandala1.shtml
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/Lokapala#Torh.C3.BCter_des_Mandala

Weblinks



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