Buddhismus

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Der heutige Buddhismus wurde vom historischen Buddha Siddhartha Gautama bzw. Shakyamuni gegründet. Dieser war aber nach dem Mahayana nur der vierte Buddha in einer Reihe von 1000 angekündigten Buddhas[1], wärend das Theravada im Buddhavamsa eine Liste von 28 Buddhas aufzählt.

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Als Shankaracharya aufwuchs, erlebte der Buddhismus in Indien seine Blütezeit, während der Sanatana Dharma am Boden lag. Letzteres hatte mehrere Gründe.
Die Hindus stritten sich über die Götter und über die Stellung der persönlichen Ishtadevata. Die Vaishnavas und die Shaivisten bekämpften sich. Das Konzept des Varnashrama war vielfach für persönliche Zwecke umgedreht worden, und das Kastensystem entstand. Im Buddhismus wurden hingegen alle gleich behandelt. Die Veden und Upanishaden und Puranas waren für Laien viel schwerer zu verstehen als die Lehre des Buddha.
Shankaracharya berief sich auf das Sampradaya und machte einige Änderungen am Sanatana Dharma. Er stellte alle Götter gleich und lehrte, jede Gottheit sei eine Form des höchsten Gottes bzw. des Brahman. Er führte die Pañcāyatana-Verehrungsform(Panchayatana-Puja) mit den Gottheiten Ganesha, Surya, Vishnu, Shiva und Durga ein und verkündete seine reformierte Advaita - Lehre[2].
Dies führte zu einem starken Schrumpfen des Buddhismus, der kein Selbst(Anatman) und keine höchste Gottheit kannte. Ein weiterer Grund waren die drei muslimischen Invasionen, die auch Nalanda zerstörten.
Während der Regierungszeit des Kaisers Ashoka (268-232 v. Chr.) hatte sich der Buddhismus allerdings schon über Indien hinaus nach Myanmar, Kambodscha, Laos und Thailand verbreitet. Daneben entstanden das Mahayana, das Vajrayana und dann auch das asiatische Ekayana, die sich als weitere Drehungen des Rades betrachten.

Aubreitung des Buddhismus

Inhaltsverzeichnis

Lehre

Der Buddhismus ist für den Begriff der Erleuchtung bekannt. Diese beruht aber nicht auf einer plötzlichen Einsicht in eine letzte Realität, sondern sie ist das Ergebnis eines spirituellen Entwicklungsprozesses. Dazu wurden im Laufe der Jahrtausende durch die weitere Drehung des Rades neben Atemtechniken und Meditation verfeinerte tantrische Mittel und Methoden entwickelt.

In Laufe der Jahrhunderte dokumentierte der Buddhismus in den Yanas eine reichhaltige Lehre :

  1. Buddhistische Konzepte über das Leben und die Welt : Saṃsāra-Kreislauf des Lebens, Karma( Wollen, cetana), fünf Skandhas, Achtzehn Elemente; Wiedergeburt
  2. Gründe für das Leiden und ihre letzendliche Lösung; vier edle Wahrheiten; edler achtfacher Pfad; die vier Unermesslichen
  3. Die Natur unserer Existenz : drei Kennzeichen der Existenz; abhängiges Entstehen; Anatta ;
  4. Befreiung durch Erleuchtung, Erwachen und Nirvana; der mittlere Pfad; Jhanas
  5. Praxis : Yoga, Zuflucht in die drei Juwelen(Pali: Tiratana, Sanskrit: triratna)[3] oder Schätze (Buddha, Dharma, Sangha)
  6. Die Buddhistische Ethik
  7. Meditation und Samādhi (Bhāvanā[4], Achtsamkeit und meditative Kultivierung): Samatha - Meditation[5]; Vipassana - Meditation
  8. Prajñā (Weisheit); große Leere (Sunyata) bzw. die intrinsische Leerheit der Dinge; Buddhanatur; Trikaya; Mahamudra

Eine Zusammenfassung aus der Sicht des Theravada stellen die nach dem Mahāsakuludāyi - Sutta die 37 erforderlichen Dinge zur Erleuchtung dar.

Neben der Lehre entwickelte sich eine umfangreiche buddhistische Philosophie, die sich in einem umfangreichen Schriftentum niederschlug..

Schulen, Klöster

Der Buddhismus erfuhr sowohl Aufspaltungen als auch Weiterentwicklungen in mehrere Richtungen und Fahrzeuge, die sich als weitere Drehungen des Rades betrachten[6]. Heutzutage existieren die buddhistischen Hauptschulen:[7] Theravada(Hinayana), Mahayana und Ekayana sowie regionale Varianten wie :

Moral

Im Gegensatz zum älteren Schrifttum beschäftigen sich die neueren Vajrayana - Werke relativ wenig mit moralischen Vorschriften, teilweise auch deshalb, weil die "Geheimlehre" die "offene Lehre" voraussetzt. Teilweise wird aber ausdrücklich auf die sittlichen Vorschriften des kleinen und des grossen Fahrzeuges hingewiesen. Als Voraussetzung werden zB. die fünf Shilas genannt (nicht töten, nicht stehlen, nicht unkeusch leben, nicht lügen, kein Genuss geistiger Getränke )

Schriften

Das buddhistische Schriftentum und die buddhistische Philosophie entstanden erst einige Jahrhunderte nach Buddha Gautama. Über die frühe Niederlegung gibt es Uneinigkeiten mit westlichen Forschern.
Der Pali Kanon wurde von der Vibhajyvāda - Sekte des Theravada (Hinayana) verfaßt.

Literatur

  1. BUDDHA der Erleuchtete PDF
  2. Verschiedenste PDFs zum Buddhismus
  3. The Complete Book of Buddha's Lists - Explained PDF
  4. Buddhist ebooks
  5. Drikung - Meditationstexte
  6. Sutra of 42 sections
  7. Systems of buddhist thought
  8. Concept of god in buddhism
  9. seekers glossary of buddhism
  10. Pali dictionary of buddhism
  11. Der Buddhismus I: Der indische Buddhismus und seine Verzweigungen, Siegfried Lienhard,Petra Kieffer-Pülz,Hans-Joachim Klimkeit,Johannes Bronkhorst,Jens-Uwe Hartmann,Jacob Ensink,Ian W. Mabbett, 1999, EAN (ISBN-13): 9783170314818
  12. Heinz Bechert: Der Buddhismus I: Der indische Buddhismus und seine Verzweigungen. Kohlhammer, Stuttgart 2000. ISBN 3-17-015333-1
  13. Edward Conze: Der Buddhismus: Wesen und Entwicklung, Kohlhammer, Stuttgart 1995. ISBN 3-17-013505-8.

Referenzen

  1. https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_the_28_Buddhas 28 Buddhas des Pali-Kanon
  2. https://www.quora.com/How-did-Adi-Shankara-defeat-Buddhist-monks-in-India
  3. http://www.digplanet.com/wiki/Three_Jewels
  4. http://www.ahandfulofleaves.org/minddevelopment.html
  5. http://web.archive.org/web/20081006103952/http://www.yellowrobe.com/samatha_meditation_method_in_brief
  6. http://www.buddhismus-heute.de/archive.issue__22.position__6.de.html
  7. http://www.bernhardpeter.de/Buddhismus/buddhismusrichtungen.htm Schulen im Buddhismus

Weblinks


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