Longnü

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Guanyin mit Longnü (links) und Sudhana (rechts)

Longnü (Sanskrit: nāgakanya; pinyin: Lóngnǚ; Vietnamese: Long nữ : Drachentochter) ist eine mythische Figur, die oft zusammen mit Sudhana als Ministrant von Guanyin (Avalokiteshvara) dargestellt wird. Die chinesischen Darstellungen werden vielfach als von dem Paar Jade Mädchen (pinyin: Yùnǚ) und Goldene Jgend (pinyin: Jīntóng) aus der Ikonografie des Jade - Herrschers beeinflusst angesehen.

Longnü wird als 8 Jahre alte Tocher des Drachenkönigs Lóng Wáng(Sanskrit: nāgarāja) der östlichen See beschrieben, der in einem Palast am Meeresgrund wohnt.

Es wurde auch mangels gemeinsamer Erwähnung beider in frühen Schriften vorgeschlagen, sie als Darstellungen des Lotus-Sūtra und des Gandavyuha-Sutra zu sehen, in denen Longnü und Sudhana erscheinen.

In seiner Schrift 'Songs to make the dust dance: the Ryojin hisho of twelfth-century Japan' präsentiert Yung-Hee Kim eine Reihe von 'homon uta' (Lieder von buddhistischen Sutras) auf der Basis der Geschichte der Tochter des Drachenkönigs.

In Vollständige Erzählung von Avalokiteśvara und den südlichen Meeren(pinyin: Nánhǎi Guānyīn Quánzhuàn) aus dem 16ten Jahrhundert wird Longnü nur kurz erwähnt.

In einer anderen Erzählung schickt der Drachenkönig Guanyin für die Rettung seines Sohnes seine Großtochter Longnü ('Drachenmädchen'), um Guanyin die Perle des Lichtes zu schenken. Diese Perle war ein wertvolles Juwel aus dem Besitz des Drachenkönigs, das ständig leuchtete. Longnü war von Guanyins Gegenwart überwältigt und bat diese, sie als Schüler anzunehmen, damit sie den Dharma studieren könne, was Guanyin unter der Bedingung akzeptierte, dass Longnü der neue Besitzer der Perlse des Lichtes sei.

Tochter des Drachenkönigs von Grunde des Meeres

Inhaltsverzeichnis

Shàncái Lóngnǚ Bǎozhuàn

Die wohl taoistische Schrift Wertvolle Rolle von Sudhana und Longnü(pinyin: Shàncái Lóngnǚ Bǎozhuàn) ist eine Rolle mit 29 Folien aus dem 18ten Jahrhundert, die sich der Legende von Longnü und Sudhana widmet :

Als Sudhana eines Tages einen Bergpfad herunterschreitet, um seinen Vater zu besuchen, hört er einen lauten Hilferuf. Bei der Untersuchung stellt sich heraus, dass es sich um die Stimme einer Schlange handelte, die in einer Flasche für die letzten 18 Jahre gefangen war. Die Schlange bittet Sudhana sie frei zu lassen, wonach sie sich in ihre wahre Form eines Monsters wandelt und droht, ihn zu fressen Als Sudhana gegen das Verhalten der Schlange protestiert, argumentiert sie, dass than én (eine Art Akt) durch eine Fehde zurückgezahlt wird, und das sei die Art und Weise der Welt. Allerdings stimmt die Schlange zu, das Argument drei Richtern vorzulegen.

1. Der erste Richter, dem das Argument präsentiert wird, ist die menschliche Verkörperung des Goldenen Wasserbüffel-Sterns, der mit der Schlange bezüglich der Erfahrungen mit den Menschen übereinstimmt. Der Büffel-Stern erzählt, wie er nie auf die Erde hinabsteigen wollte, aber aus den Toren des Himmels durch Ksitigarbha geschoben wurde, der Mitleid mit den Massen der Werktätigen hatte.

Ksitigarbha schwor, dass wenn die Menschen keinen Gefallen mit einem Gefallen vergelten, seine Augen ausfallen und auf den Boden fallen würden. Wegen des Falls des Büffel-Sterns auf die Erde mit dem Gesicht nach unten verlor jener alle seine oberen Frontzähne. Er litt sehr in den Händen von Menschen. Nach Jahren des Schuftens für seine Meister wurde er geschlachtet und gegessen. Aus diesem Grund fielen Ksitigarbha die Augen tatsächlich aus, und wandelten sich in die Schnecken, die Büffel jetzt in den Feldern mit Füßen treten.

2. Der zweite Richter, dem sie begegnen, ist der taoistische Priester Zhuangzi, der auch mit der Schlange übereinstimmt, unter Berufung auf eine Erfahrung, die er hatte, als er ein Skelett wiederbelebte, das Zhuangzi dann sofort vor ein Gericht schleppte und ihn des Diebstahls seines Geldes beschuldigte.

3. Der letzte Richter, den sie treffen, ist ein junges Mädchen. Das Mädchen erzählt der Schlange, daß sie sie ebenfalls fressen kann, wenn die sie ihr zeigen könne, wie sie in der Lage war, in die Flasche zu passen, aus der Sudhana sie befreit hatte. Sobald die Schlange sich selbst in die Flasche zurückgeschraubt hatte, war sie gefangen. Das Mädchen offenbarte sich dann als Avalokiteśvara. Als die Schlange um Gnade bittet, sagt Avalokiteśvara, wenn sie gerettet werden wolle, müsse sie sich in der Grotte der 'Klänge von der Sintflut' (heute Fayu-Tempel) auf dem Berg Putuo in religiösen Übungen engagieren.

Drei Jahre später wird Sudhana formal ein Ministrant von Avalokiteśvara zusammen mit dem kindlichen Papagei. Nachdem die Schlange sich sieben Jahren Disziplin unterworfen hat, reinigt sie sich von ihrem Gift und erzeugt eine Perle. Sie wandelt sich dann in Longnü und wird zu einem Helfer von Avalokiteśvara.

Lotus - Sutra

Longnü wird im 12ten Kapitel des Lotus-Sūtra (Skt. Saddharma Puṇḍarīka Sūtra) als voller Weisheit und Erleuchtung dargestellt. Bodhisattva Manjushri (Wénshū) spricht dort :

Es gibt eine erst acht Jahre alte Tochter der Nāga - Königs Sāgara('Ozean'). Sie ist weise. Sie ist klug. Ihre Fähigkeiten sind scharf. Sie kennt auch alle Fähigkeiten und Taten der Lebewesen gut. Sie hat die Macht der Erinnerung erhalten(Skt. smṛti).

Sie bewahrt alle die tiefen geheimen Schätze der Buddhas, geht tief in Meditation ein und ist gut in der Lage, alle Dharmas zu erkennen. Sie produzierte sofort den Gedanken der Erleuchtung (Skt. Bodhicitta) und hat die Stufe des Nichtrückfalls erreicht.

Sie hat ungehinderte Beredtheit und denkt an Lebewesen mit so viel Mitgefühl, als ob sie ihre eigenen Kinder waren. Ihre Tugenden sind vollkommen. Ihre Gedanken und Erklärungen sind subtil und umfangreich, barmherzig und mitfühlend. Sie hat einen harmonischen Geist und hat Erleuchtung erlangt.

Allerdings kann Buddhas Schüler Sariputra nicht glauben, dass eine Frau die Buddhaschaft erreichen kann.

In der Antwort bietet das Nāga - Mädchen dem Buddha eine Perle, die ihr Leben und ihr Ich symbolisiert, und er akzeptiert es. Sie verwandelt sich dann sofort in einen vollkommenen männlichen Bodhisattva und erreicht dann vollständige Erleuchtung.

Hier zeigen sich gewisse Parallelen zur Narodakini und zu Shivas 'wiedergeborener' Parvati. Eine Devi Rakini oder Chakini ist im Buddhismus nicht bekannt.

Literatur

  • Songs to make the dust dance: the Ryojin hisho of twelfth-century Japan; Yung-Hee Kim; University of California Press, 1994, Language: English, ISBN-10: 0520080661 ISBN-13: 978-0520080669
  • The Dragon Girl and the Abbess of Mo-Shan: Gender and Status in the Ch'an Buddhist Tradition; Levering, Miriam L. 1982; Journal of the International Association of Buddhist Studies 5 , S. 19–36.
  • The Dragon Daughter. In Vanessa R Sasson (ed.), Little Buddhas : Children and Childhoods in Buddhist Texts and Traditions, Levering, Miriam L. , 1982, Oxford ; New York: Oxford University Press
  • The Story of the Dragon King´s Daughter - In Robin Wang (ed.), Images of women in Chinese thought and culture, writings from the pre-Qin period through the Song dynasty; Ueki, Masatoshi;2003;Indianapolis : Hackett Pub. ISBN 0872206521
  • Revisiting the Dragon Princess: Her Role in Medieval Engi Stories and Their Implications in Reading the Lotus Sutra, Japanese Journal of Religious Studies 42, Ryuchi, Abe ; 2015 ; S. 27-70

Weblinks

Monju-Manjushri’s teaching of the Lotus Sutra and conversion of the Dragon King’s daughter, and the inhabitants of the Dragon King’s Palace]
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