Ayurveda

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Ayurveda(Wissen vom Leben) ist die indische Heilkunst die trotz funktioniereredem Grundsystem in Indien nach dem Einzug der Briten langsam unterging und gegen Ende des letzten Jahrhunderts wiederbelebt wurde. Es ist die in Indien am meisten praktizierte Medizin gefolgt vom arabisch-islamischen Unani[1]. ). Der Ayurveda wurde im siebten Jahrhundert in die tibetische Medizin integriert.

Sesamöl-Stirnguss

Ayurveda kann eine fundamentierte wissenschaftliche Medizin allerdings nicht ganz ersetzen, nur kommt eine solche heutzutage zumeist den oberen Gesellschaftsschichten zugute. Die unteren Gesellschaftsschichten haben besonders aus finanziellen Gründen weltweit wenig davon, weshalb Naturheilkunde weltweit noch ein Standard ist.
Was alles erforscht ist, steht zumeist in Regalen von Forschungsinstituten, und die Labore wissen oft wenig von Zusammenhängen von bestimmten Stoffen mit der komplexen Gesamtgesundheit.

Inhaltsverzeichnis

Philosophie

Der erkenntnistheoretische Hintergrund von Ayurveda - Anwendungen wird durch die Philosophien von Sankhya, Yoga, Nyaya, Vaisheshika, Mimansa and Vedanta bestimmt. Dhanvantari gilt als die zentrale vielfach per Gebet angerufene Gottheit.

Die ältesten Werke des Ayurveda sind [2]

  • Charaka Samhita mit 120 Kapiteln über Ursprung und Verbreitung von Ayurveda, Aufbau des Universums sowie die Beziehung zu den Geweben des menschlichen Körpers, Pharmakologie, Ernährungslehre, Ätiologie, Pathologie, Diagnostik, Embryologie, Anatomie, Prognostik, Symptomatologie, Pancha Karma
  • Sushruta Samhita mit 184 Kapiteln in Chirologie, Marma-Punkten, HNO, Toxologie und 'Psychologie'
  • Ashtangasamgraha von Vagbhata als Zusammenfassung der bestehenden Werke,
  • Chakradatta (Chikitsasamgraha)[3] von Chakrapani Datta (1060): Mit Kommentar zur Charaka Samhita, erstmals Quecksilber u. metallische Präparate, tantrische Praktiken, neue medizinisch-chirugische Fälle
  • Madanpala Nighantu mit detaillierter Beschreibung von über 500 Heilpflanzen, Mineralien u. tierischen Präparaten

Die bekanntesten heute noch verfügbaren Schriftensammlungen stammen von den Gelehrten Caraka, Susruta und Vagbhata:

  • Caraka Samhita, entstanden etwa im 1. Jh. v. Chr. mit 120 Kapiteln[4]
  • Susruta Samhita, entstanden ca. 1. Jh. nach Chr.)[5], die später von Nagarjuna ergänzt wurde(Purva-tantra und Uttara-tantra).
  • Astanga Hrdaya Samhita des Vagbhata (etwa 7. Jh. nach Chr.)
Caraka

Die klassische Zeit des Ayurveda (Skt. ayus longevity ) beginnt mit dem Medizinwerk von Caraka , der Carakasamhita, die etwa auf das erste Jahrhundert CE datiert, seine Grundlagen stammen aber aus einer viel älteren Zeit. Caraka(Su 30.28) präsentiert eine systematisierte Medizintheorie der indischen Antike, die diese formal in acht Zweige(Skt. astanga) unterteilt:

  1. Kayacikitsa (über allgemeine Medizin)
  2. Salakya (die (operative) Behandlung von Körperteilen über den Schultern)
  3. Salyapahartrka ( Entfernung von Fremdkörpern - Chirurgie)
  4. Visagaravairodhikaprasamana (Toxikologie)
  5. Bhutavidya (Behandlung der Besessenheiot von verschiedenen übernatürlichen Wesen)
  6. Komarabhrtyaka (Kinderheilkunde)
  7. Rasayana (Bereitung von lebensverlängernden Stärkungsmitteln)
  8. Vajıkarana (Aphrodisiaka und Behandlungen im Zusammenhang mit Männlichkeit)

Der Ausdruck astanga wurde danach in Indien ein Synonym für Medizin.

Susruta

Nach der Susrutasamhita war Susruta (ca. 600 BC) ein Sohn von Visvamitra, dessen Identität ungeklärt ist. Sustruta studierte unter Divodasa Kasi Raja Dhanvantari Ayurveda.[6][7] Sushruta war im Volksmund als Benares bekann. Er lehrte und praktizierte Medizin und war der berühmte Chirurg von Kashi.

Die Susrutasamhita besteht aus den zwei Teilen Purvara-Tantra(5 Kapitel) und Uttara-Tantra. Diese beiden Teile umfassen, abgesehen von Shalya und Salakya, andere Spezialitäten wie Medizin, Pädiatrie, Geriatrie, Erkrankungen der Ohren, Nase, Rachen und Augen, Toxikologie, Aphrodisiaka und Psychiatrie. So vernachlässigt die ganze Samhita, die der Wissenschaft der Chirurgie gewidmet ist, nicht die wesentlichen Teile von anderen Disziplinen.

Vagbhata

Ein Werk von großer Bedeutung wurde im frühen siebten Jahrhundert von Vagbhata herausgegeben. Zusammen mit zwei älteren Abhandlungen ist es ein Teil der großen Dreieinigen (Skt. brhattrayi) ) des Ayurveda. Vagbhata’s Abhandlung, die Astangahrdaya-Samhita ('das Herz der Medizin') ist eine Summierung des medizinischen Wissens, die die Essenz der Medizin extrahiert. Wie der Titel vermuten lässt, stützt es sich auf frühere Werke und versucht zu synthetisieren, zu vereinheitlichen und zu ordnen.
Die anderen zwei Werke sind das Sarngadhara (ca. 1300) und das Bhavamisra (16tes Jahrhundert) von Madhava (ca. 700CE).

Bezüglich der 3 bekannten Doshas wird oft auch noch das Blut als viertes Dosha gezählt. Die Astangahrdayasamhita(Su 11.1-3) sagt zu den Doshas:

  1. Vata gibt dem Körper Stärke, aktiviert die Sprache , den Körper und den Geist, induziert der Evakuierung des Darmtraktes, unterstützt die dhatus und schärft die Sinne.
  2. Pitta reguliert die Verdauung, Körperwärme, Sicht, Hunger, Durst und Appetit. Es macht den Körper weich und geschmeidig. Auf der mentalen Ebene verleiht es Verständnis, Intelligenz und Mut.
  3. Kapha gibt dem Körper Festigkeit und Glätte und hält die Gelenke zusammen. Seine psychologische Qualität ist Geduld.

Krankheit wird oft als Ungleichgewicht der Doshas definiert. Das ist jedoch nur ein Aspekt des Ganzen und stellt nicht die volle ayurvedische Erklärung dar, wie die Doshas Krankheit verursachen.

Vagbhata benutzt beispielsweise den Begriff von 'Gleichgewicht und Ungleichgewicht'. Er stellt dazu aber fest, dass Ungleichgewicht sowohl eine Änderung der Menge als auch der Verlagerung einer Dosha ist.
Die Menge einer Dosha kann anwachsen und abnehmen, was zu verschiedenen Krankheitssymptomen führt.

Das Anwachsen einer Dosha ist ein zweistufiger Prozess : Die Anhäufung (Skt. caya) und der anschließende plötzliche Anstieg(Skt. kopa), bei dem das Dosha seinen eigenen Bereich verlässt.
Die Symptome für Anhäufung sind anders als die des Anschwellens, das ein ernsterer Krankheitszustand ist und daher schwieriger zu behandeln ist.

Somit wird der Zustand der Doshas, d.h. ob sie erhöht oder verringert wurde, in einer Phase der Anhäufung(caya) oder des plötzlicher Anstiegs(kopa) für die Behandlung von Bedeutung, da er unterschiedliche Maßnahmen erforderlich macht.

Jedoch sind die Unterschiede in der Behandlung basierend auf Unterscheidungen zwischen Abnahme und Zunahme, Anhäufung und Anstieg, so subtil, dass sie kaum rechtfertigen die pauschale Aussage, dass das Ungleichgewicht der Doshas die Krankheit verursacht.

Die indische Medizin kennt daher noch andere Krankheitsfaktoren wie die Liste der 7 bis 10 sog. dhatus, die parallel zu den Doshas anwachsen und abnehmen und verschiedene Krankheitssymptome erzeugen können.

Die Behandlung von mala('Übel') – bezogenen Krankheiten entspricht der Behandlung der Doshas insofern, als dadurch die malas anwachsen oder abnehmen. Aber auch die Doshas als zugrunde liegende ursache des Anwachsens und Abnehmens der Doshas angesehen.

Ein weiteres wichtiges Konzept ist das Konzept des ama, das das Ergebnis schlecht verdauter Nahrung ist, die sich im Körper in Gift verwandelt.

Elemente

Die wesentlichen Elemente der ayurvedschen Philosophie sind Atma(Seele), Manas(Geist() und Sharira(Körper).[8]
Die Tridosha - Lehre teilt die Lebensmittel und das Individuum nach den 3 Doshas, denen Elemente zugeordnet werden

  • Vata ('sich bewegen') - Äther und Luft
  • Pitta ('erhitzen') - Feuer und Wasser
  • Kapha ('Kühl') - Wasser und Erde

Diese werden über Körperstruktur und Pulsdiagnose bestimmt. Es bietet sich ein Vergleich an :

Alchemie Bhagavad - Gita Ayur-Veda Tibetische Medizin
Mercurius Tamas Vata rLung(Wind: aus Luft und Raum)
Sulphur Rajas Pitta Tripa(Galle, aus Feuer und Wasser)
Sal Sattwa Kapha Beken(Badkan: Schleim, aus Wasser und Erde)

Die individuelle Konstitution wird hier als Prakriti bezeichnet. Sie vernachlässigt aber logischerweise die früher unbekannte chemische Seite der Nahrung. Wäre die Wirkung so umfassend wäre das teure Ayurveda mehr um Umlauf. Auch wirkt sich Nahrung nicht auf die Mentalebene(mentale Prakriti und Vikriti) bzw. noch höher aus sondern hauptsächlich auf die Funktionen des Körpers.

Die positiven Wirkungen von umfassender gesunder ayurvedischer Lebensweise sind natürlich nicht zu bestreiten[9][10][11]

Behandlungsabläufe

Praxis

Als Dynacharya wird der rituelle Ablauf im täglichen Ayurveda bezeichnet. Die Zeit zwischen 2.00-6.00 Uhr und 14.00-18.00 Uhr wird von Vata beeinfluss(Wachheit und Klarheit). 6.00-10.00 Uhr und 18.00-22.00 Uhr gilt als Kapha-Zeit (Schwere und Trägheit). Zwischen 10.00-14.00 Uhr und 22.00-2.00 Uhr ist Pitta-Zeit(starkes Verdauungsfeuer)

Zentrale praktische Elemente des Ayurveda sind:

  • Ayurveda-(Marma)-Massage und -Reinigungstechniken (Massage ist in Asien allgemeine Praxis, 5teilige Panchakarma - Reinigung)
  • die Ernährungslehre (tridosha : Vatta, Pitta und Kapha) - ist mehr eine Erfahrungsmedizin (Vegetarismus)
  • Yogapraxis - bestimmte Yogatechniken mit Mantras zur Heilung des Geistes und das Surya Namaskar-Ritual

wie die Dhanvantari-Mantras

  1. Om Shree Donvontrey nahmah-ha
  2. Om Dhanvantaraye Namah bzw. Om Shri Dhanvantre Namah oder Oṁ dhaṁ Dhanvantaraye namaha
  3. Om shankham chakram jalaukam - dadhad amruta ghatam charu dorbhi chaturbhih - Sukshma svacch ati hridyam sukha pari vilasanam maulim ambhoja netram - Kalam bhodojo valangam kati tata vilasan charu pitam baradhyam - Vande dhanvantarim tam nikhila gada vanam praudha davagni leelam oder
  4. achyutaananta govinda vishno naaraayana hare rogan may naashaya asheshan aashu dhanvantari hare[12]
  5. Aum Namo Bhagavathe - Vasudevaya Dhanvantraye - Amruta Kalasa Hasthaya - Sarvaamaya Vinaashanaaya - Thrailokhya Naathaaya - Sri Mahavishnave Namaha[13]
  • Pflanzenheilkunde(Kräutermedizin, Vatis - Pillen aus Kräuterextrakten) - ist in Indien wegen der Überbevölkerung und mangelnder Reinheit ein Problem und beruht auf Erfahrungsmedizin.

Literatur

Dampfkasten
Massagetisch

Referenzen

  1. www.herbalniamaths.com/um.htm
  2. https://www.ayurveda.com/online_resource/ancient_writings.html
  3. b2b.gardenofayurveda.net/index.php?option=com_content&task=view&id=7&Itemid=14
  4. https://en.wikipedia.org/wiki/Charaka_Samhita
  5. https://en.wikipedia.org/wiki/Sushruta_Samhita
  6. http://www.ijps.org/article.asp?issn=0970-0358;year=2003;volume=36;issue=1;spage=4;epage=13;aulast=Chari
  7. http://www.infinityfoundation.com/mandala/t_es/t_es_agraw_susruta.htm
  8. www.ayurveda-verband.eu/ayurveda_geschichte.html
  9. technoayurveda.files.wordpress.com/2010/04/snb-kampavata.pdf
  10. www.ijrap.net/admin/php/uploads/254_pdf.pdf
  11. www.irjponline.com/admin/php/uploads/918_pdf.pdf
  12. www.manasana.de/ayur-ayurveda-dhanvantari.html
  13. www.dharmavidya.net/dhanvantri-mantra.html

Weblinks


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