PRANAYAMA

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Puraka Pranayama

Pranayama (tib. assrog dang rtsol ba) bedetet wörtlich "Beherrschung des Prana". Das Symbol des (ausgereiften) Pranayama ist (nach P. Deussen) die Schildkröte, die auch beim Kurma - Avatar eine wichtige Rolle spielt. Im Matsya - Purana ist es eher die heilige Silbe OM und der Fisch.

Im Markandeya Purana beschreibt Dattatreya das Pranayama in Kapitel 39[1] als aus Laghu, Madhyama und Uttama (schnell, mittel und langsam) zusammengesetzt.

Die Verwendung der Pranava-Silbe OM wird in vielen Schriften empfohlen. Eine Vielzahl von Mantras hat eine Wirkung in Richtung des Pranayama. In der rosenkreuzerischen Fama wird stattdessen versteckt die quabbalistische Formel P.A.L. angedeutet.

Pranayama ist auch eines von drei tantrischen Tapas : Satvik Tapas, das Geist und Körper reingt für die Selbstverwirklichung, Pranayama, das im Tantra Hitze im Körper erzeugen soll, und tamasisches Tapas, das mit Körperkräften wirkt.

Prana ist auch die Lebenskraft Chi, die in den Nadis bzw. im chinesischen Meridiansystem fließt. Sie ist teils mit dem Astralkörper und auch mit dem materiellen Körper verbunden. Nach der chinesischen Medizin sind etwa 50 Arten von Chi bekannt. Beim Qigong-Atem wir die reinigende Silbe 'Ching' o.ä. verwendet.

Zur Beherrschung des Prana werden traditionell verschiedene Methoden verwendet und kombiniert :

  • Kumbhaka - Anhalten des Atems beim Üben von Pranayama(3 Arten : Bahya Kumbhaka – dh. nach vollständiger Ausatmung, Antara Kumbhaka – dh. nach vollständiger Einatmung, Kevala Kumbhaka - Rhytmische aber sehr flache Atmungsmethode)
  • Nirmanu Pranayama - Wechselatmung ohne Bija - Mantras
  • Anuloma – Wechselatmung mit Mantra, auch als Nadi Shodhana bekannt
  • Bhastrika – Blasebalgatmung des Kundalini-Yoga (Agni Prasana)
  • Kapalabhati – leuchtender Schädel, eine Shatkriya - Reinigungstechnik
  • Shitkari- abkühlende Atmung – durch den Mund ausgeführte Technik ohne Zusammenrollen der Zunge
  • Askese
  • Ernährung
  • Disziplierung des Vitalen durch Willen
  • Atemübungen und Atemmeditation
  • Qigong - Zirkulationsübungen - auch mit Silben wie Ching et..
  • Spezielle Mantras (angefangen beim 'OM') bzw. quabbalistische Formeln
  • Magische Energiestauübungen und Qigong - zur Reinigung der Sushumna soll z.B Om kleem kleem kreem kreem namaha geignet sein[2].

In der Gheranda Samhita werden weitere 10 Methoden des Pranayama erwähnt.

Literatur

Referenzen

Siehe auch

Weblinks