Nada-Meditation

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Die Nada - Meditation ist eine Meditationsmethode, die beispielsweise im Kriya-Yoga von Yogananda, im Shankara -Orden, im Sikhismus und im Radhasoami praktiziert wird. Sie ist auch als Nada-anusandhana bekannt, das Pratyahara, Dharana, Dhyana und letztendlich Samadhi bewirken soll.

Sankaracharya erwähnt sie im Yoga Taravali. Dort heisst es : Von jemandem, der Vollkommenheit im Yoga erreichen möchte, muss Nada allein genau angehört werden, alle Gedanken aufgegeben und mit einem ruhigen Geist.

In der Hathapradipika befassen sich die Verse 80 - 102 mit der Konzentration auf den inneren Klang. In Vers 65 heisst es : 65. Vers: Jetzt beginne ich mit der Praxis des Anahata Nada, des inneren Klangs, wie es durch Goraksha Natha beschrieben wurde.

Das Ziel ist das Verschmelzen mit dem Shabda (Sat Nam, Para Nada) oder Nada-Brahman des Tapo-Loka im Samadhi. Oft werden bei dieser Methode beide Ohren leicht mit dem Daumen verschlossen[1][2]. Manche Methoden verwenden dabei ein Leit - Mantra wie OM oder Ah-om.

Die Konzentration erfolgt dabei auf die Töne (bzw. zuerst Stille) des rechten Ohrs. Es handelt sich beim Auftreten von Tönen keineswegs um einen Tinitus. Solche Töne werden z.b. in Blavatskys Die Stimme der Stille beschrieben.

Im sikhistischen Jap Ji 4 heisst es "Zur ambrosischen Stunde der frühen Morgendämmerung verbinde dich mit dem göttlichen Wort und meditiere über Seine Herrlichkeit."

Die Japa-Meditation hat einen ähnlichen Ansatz, bei dem das Hilfsmantra die Gedanken reinigt und einen tranzendenten Kanal öffnen soll.

Nada Brahma

Der Begriff Nada Brahma bezeichnet den Schwingungsaspekt des Brahman. In den höheren Stadien der Meditation werden innere Klänge wahrgenommen. Diese Praktiken, in denen der Meditierende seine Aufmerksamkeit auf diese Klänge oder den sog. Tonstrom richtet, werden oft als Nada Yoga bezeichnet. Im Surat Shabd Yoga (Aufmerksamkeits-Tonstrom-Yoga) des Sant Mat bzw. des indischen Radhasoami besteht die zentrale Meditationspraxis nach der Initiation in der Konzentration auf ein inneres Licht und den Tonstrom. Letzterer wird dort auch Naam genannt, ein im Sikhismus verwendetes Mantra.

Im Sufismus gibt es dementsprechend Begriffe wie "Bang-i-Ilahi" (Ruf Gottes) und "Nida-i-Asmani" (himmlischer Ton, Surat). Andere Worte für Nada sind Akash Bani (Sans.: Stimme des Raumes, himmlische Musik), Udgi (Upanishaden: Lied der himmlischen Regionen), Sraosha (zoroastrisch: Stimme des Bewusstseins) und die "Sphärenharmonie" des Pythagoras bzw. der griechische Logos.

Im Kundalini-Yoga werden den Klängen einzelne Chakren zugeordnet. Die Absorption durch Klang wird auch in der Nada Bindu Upanishad beschrieben.

Dementsprechend gibt es auch mystische Handbewegungen, die man Nada-Mudra nennt.

  • Wenn er über das höchste Wesen mit der Silbe AUM meditiert wird er eins mit dem Licht, und er wird zu der Welt des Brahman geführt, das was still, nicht alternd, unsterblich, furchtlos und höchstes ist.,Prashna - Upanishad, 5:1,5,7.
  • 27. Der Yogi, der in der Siddhasana ist und die Vaishnavi-Mudra praktiziert, sollte immer den inneren Ton durch das rechte Ohr hören. - 28. Der Ton, den er damit praktiziert, macht ihn taub für alle ässeren Geräusche. Nachdem er alle Hindernisse überwunden hat, tritt er innerhalb von 15 Tagen in den Turya - Zustand ein. - 29. Zu Anfang dieser Praxis hört er viele laute Töne. Sie erhöhen nach und nach ihre Tonhöhe und werden mehr und mehr auf subtile Weise gehört. Nada Bindu Upanishad

Literatur

  • The Practice of Nada Yoga: Meditation on the Inner Sacred Sound, Baird Hersey, Inner Traditions/Bear, 2013

Referenzen

Siehe auch

Weblinks