Marichi

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Marichi - ein Sohn von Brahma

Marichii (Skt. marīci m. : Lichtstrahl, Lichtpartikel; Täuschung) ist ein Brahmasohn, einer der sieben Saptarishis, sowie ein Stern im Großen Bären. Ein Maricha ist hingegen ein Rakshasa, der u.a. im Ramayana auftritt.

Zu Beginn der Schöpfung schuf Brahma zehn Prajapatis aus seinem Manas und neun aus seinem Körper.

Das Mahabharata.1 zählt in zu den geistgeborenen Söhnen Brahmas. Marichi hatte danach einen Sohn namens Kasyapa, von dem alle Wesen abstammen. Das Mahabharata.2 zählt ihn zu den Prajapatis. Marichi(Lichtstrahl) ist einer der Manasaputras von Brahma und der erste der 10 Prajapatis. Marichi ehelichte dann Kala, von der er den Sohn Kashyapa hatte, der von seinem Vater das Recht auf Schöpfung erbte.

Der Prajapati Marichi hatte mit Devaki sechs Söhne[1].

Im Manvantara von Swayambhuva - Manu[2] hat Marichi sechs mächtige Söhne von seiner Frau Uma.

Das Mahabharata.6 zählt Marichi zu den Maruts.

Der Asurakönig Ravana war ebenfalls eine Nachkomme Marichis.

Der Rishi Vikhanasa hatte die vier Schüler Atri, Bhrigu, Marichi und Kashyapa.

Marichi Bihar

Krishna sagt in der Bhagavad-Gita 10.21, "Von den Ādityas bin ich Vishnu, von der Lichtern bin ich die strahlende Sonne, von den Maruts bin ich Marici, unter den Sternen bin ich der Mond."

Der Rakshasa Maricha oder Mareecha versucht Ravana abzubringen

Ramayana

Maricha ist ein Dämon im Ramayana. Sein Bruder ist Subahu(fünfarmig), und seine Mutter ist Tataka.

Rama und Laksmana konfrontieren die Dämonen Marica und Subahu ; Vol. 1

Dasharatha fragt an, ob seine Söhne Rama und Lakshmana helfen können, ihn von den Dämonen Marichi und Subahu zu befreien.

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Nachdem sich Ravana entscheidet Sita zu entführen, verlässt er seinen goldenen Palast in Lanka und reist in seinem edelsteinbesetzten Wagen über den mit fantastischen Figuren bevölkerten Ozean, um den Dämon Maricha zu finden, der im Wald Askese praktiziert. Nachdem der von Ravanas Vorhaben gehört hat, versucht er ihn davon abzubringen.

Maricha fährt fort, sich in ein goldenes Reh zu transformieren, um Rama in den Wald zu locken und damit Ravanas Entführung von Sita zu erleichtern, was letztlich zu Marichas Tod führt. (Ramayana)

Buddhismus

Marichi Buddhistische Gottheit der Dämmerung in China
Marichi

Marichi (tibetisch: Ozer Chenma Wylie: 'od zer can ma; chin. Molizhitian Pusa oder Molizhitian; jap . Marishi-ten : Lichtstrahl) ist im chinesischen Buddhismus ein weiblicher roter Yidam, der mit der Sonne und dem Sonnenuntergang verbunden wird. Ihr Kult ist in Tibet, der Mongolia und in China verbreitet.

Marishiten Marici

Sie wird mit bis zu 6 Gesichtern (eines davon ist ein Gesicht in Form einer Sau), drei Augen und bis zu 12 Armen dargestellt. In ihren acht Händen hält sie verschiedene Werkzeuge und reitet auf einem Thronwagen, der von Schweinen gezogen wird.

Darstellungsformen sind :

  1. Schöne Frau in offenem Lotus thronend, der sich manchmal auf dem Rücken von sieben Sauen befindet.
  2. Wilde schreckliche Gottheit auf dem Rücken eines Ebers.
  3. Mit einem feurigen Wagen, der von sieben wilden Ebern oder Sauen gezogen wird.
  4. Mehrarmige Frau mit einer anderen Waffe in jeder Hand, stehend oder auf dem Rücken eines Ebers sitzend.

Ihr Mantra RIN - KYO - TOH - SHA - KAI - JIN - RETSU - ZAI - ZEN wird von Reisenden als Schutz verwendet. Ein anderes ]]Mantra]] ist Om Marichi Mum Swaha.

Marichis Praxis gehört zum Kriya Tantra. Sie ist ebenfalls in den Einhundert Saddhanas des Bari Lotsawa der Sakya-Tradition enthalten.

Das Marichi Dharani - Mantra ist Tadyatha: arkamasi, makamasi, civaramasi, mahacivaramasi, antari, tanamasi.

Manchmal findet man sie auch unter den 12 Yaksha - Generalen(Jap. Jūni Shinshō, Jūni Yakusha Taishō) des Medizinbuddha.

In Japan war Marichi im Shingon und im Tendai von Bedeutung. Wegen der ähnlichen Ikonografie wird sie oft mit dem Bodhisattva Cundī verwechselt.

In China wurde sie sowohl als buddhistische Göttin als auch als taoistische Gottheit Doumu verehrt. Doumu wird im Taoismus oft als Himmelskönigin (Pinyin: Tiān Hòu) angesehen und auch als Göttin des Beidou (Großer Bär) - Sternbildes.

Referenzen

Weblinks