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Kalchas

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Der Seher Kalchas war der Seher der Griechen im Trojanischen Krieg. Er war der Sohn des Thestor, eines Mannes aus Megara oder Mykene. Sein einziger Konkurrent war Mopsos, der Enkel des Teiresias. Eine trojanische Seherin war Kassandra.

Kalchas hatte von Apollon die Gabe erhalten, die Zukunft durch die Beobachtung der Vögel weisszusagen.

Seine Aussagen betrafen

  • die Dauer des Trojanischen Kriegs,
  • die unbedingte Notwendigkeit der Anwesenheit von Achilleus und
  • bezüglich des Bogens des Philoktet zur Eroberung Trojas,
  • den Grund für den Zorn der Artemis in Aulis auf Agamemnon,
  • Forderung der Opferung der Iphigenie, der Tochter des Agamemnon
  • das Unrecht, das an der Priestertochter Chryseis verübt wurde, als Grund für Apollons Zorn und der Pest im griechischen Heer und
  • den Bau eines hölzernen Pferdes zur Überlistung der Trojaner (siehe Trojanisches Pferd).


Kalchas sah voraus, dass er sterben werde, wenn er einen besseren Seher treffe. Ein solcher war Mopsos, der Enkel des Teiresias, den Kalchas in der Nähe der Stadt Kolophon traf. Mopsos ging nach dem Ende des Trojanischen Kriegs von Schiff zu Schiff um die Griechen davor zu warnen, an Bord ihrer Schiffe zu gehen, da die Götter die Flotte zum Untergang bestimmt hätten.

Die beiden Seher veranstalteten daher einen Wettbewerb. Sie sahen eine hochträchtige Sau und diskutierten darüber, wie viele Ferkel sie werfen werde. Kalchas nannte acht und Mopsos nannte neun. Mit etwas Verzögerung kam schließlich das neunte Ferkel auf die Welt, und der besiegte Kalchas starb aus Scham über seine Niederlage.

Literatur

Weblinks

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