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Ganga

Aus Spiritwiki
Ganga auf einem Makara

Darstellungen der Flüsse Ganga und Yamuna sind seit der Gupta-Zeit bekannt. Ganga gilt im Hinduismus als heiligster der sieben indischen Flüsse. Sie ist ein mystischer Fluss und zugleich eine Göttin. Ihr Vahana ist ein Makara.

Legenden

Ganga und Begleitung

Ganga gilt als Tochter des Himavat und der Mena und somit als Schwester Parvatis. Manchmal gilt sie auch als Mutter von Skanda bzw. Karttikeya. Nach dem Skanda Purana heiratet Shiva die Töchter Ganga and Uma(Parvathi) des Himavan. Ganga soll auch (Gangadhara-Murti) beim Wirbeln des Milchozeans mitentstanden sein.

Im Ramayana lehrt Vishvamitra in Kapitel 35 über den Ursprung der Ganga[1].
Als Rama und Sita Hand in Hand ins Wasser gingen, erschien der ewige Ganga mit zur Hand gefalteten Handflächen und sagte: „Männer und Frauen von allen Seiten baden in meinem Wasser und verlieren ihre Sünden. Aber wenn du, mein Vater, im selben Bad badest, verliere ich meine Sünden und gewinne meine Seele.( Ayodhya Kanda, Kamba Ramayana, Verse 1942-50,, S. 71)

In Kapitel 3 des Mahabharata sieht Kuru - König Shantanu, der Vater von Bhishma, eine schöne Frau am Ufer des Flusses (Ganga) und bittet sie, ihn zu heiraten. Sie stimmt mit der Bedingung zu,dass Shantanu keine Fragen zu ihren Handlungen stellen würde und gebiert einen Sohn. Aber sie ertränkt das Kind. Shantanu konnte sie wegen seines Versprechens nicht nach dem Grund fragen. Einer nach dem anderen wurden sieben Söhne geboren und von Ganga ertränkt. Als Ganga den achten Sohn ertränken wollte, konnte konfrontierte Shantanu sie. Schließlich klärte Ganga ihn über Brahmas Fluch bezüglich Mahabhisha und ihr auf. Ihre acht Kinder seien acht Vasus, die von Vasishtha verflucht wurden, als sterbliche Menschen auf der Erde geboren zu werden. Als sie ihn jedoch beruhigten, beschränkte er seinen Fluch und sagte ihnen, dass sie innerhalb eines Jahres nach ihrer Geburt als Menschen von diesem Fluch befreit würden.
Also befreite sie die sieben von ihnen aus diesem Leben, indem sie sie alle ertränkte. Der Vasu Dyaus wurde allerdings verflucht, ein langes eheloses Leben zu führen. Aber es wurde ihm gewährt, dass er tugendhaft sein würde, mit allen heiligen Schriften vertraut sein und seinem Vater ein gehorsamer Sohn sein würde. Ganga sagte, sie würde ihn in den Himmel bringen, um ihn richtig für den Thron und den Status des Königs auszubilden. Mit diesen Worten verschwand sie zusammen mit dem Kind Bhishma.

Das Markandeya Purana sagt in Kapitel 56: Die Göttin der Ganga, die in drei Strömen (in den drei Bereichen) fließt, hat dort(vishnupadi) ihren Ursprung. Sie durchläuft zuerst den Mond, als Quelle des Nektars und Speicher des Wassers, und selbst gereinigt, empfängt sie dann die Macht zur Reinigung anderer Wesen durch ihren Kontakt mit den Strahlen der Sonne. Danach fällt sie auf den Rücken des Berges Meru herab, fließt von dort in vier Kanäle und ergießt sich in reißenden Strömen, welche durch die Gipfel der Berge Meru und Kuta versperrt werden. Ihr Wasser breitet sich nach allen Seiten aus, ohne einen Halt zu finden und ergießt sich schließlich zu den Füßen der Berge Mandara, Gandhamadana, Vipula und Suparsha. Entsprechend wird ihr Wasser geteilt und fällt in vier Strömen vom Gipfel der vier verschiedenen Berge.

Der östliche Strom ist für seinen Lauf zum Garten Chitraratha wohlbekannt. Nachdem er diesen bewässert hat, fließt er zum See Varunoda, von dort zum Berg Shitanta und dann allmählich zu den anderen Bergen(in östlicher Richtung). Vom Berg Bhadrashwa steigt sie zur Erde herunter und fließt dann in den Ozean hinab. Ähnlich ist der Strom mit Namen Alakamanda, der vom Berg Gandhamadana im Süden zum Garten Nandana am Fuße des Meru geht und dort die Götter erfreut. Mit großer Kraft füllt er den See Manasa, und nach dem Gipfel des Königs der Berge läuft er in ähnlicher Weise zu allen anderen Bergen, die sich im Süden erheben. Nachdem er diese bewässert hat, trifft er auf den großen Berg Himagiri (Himavat). Dort wurde die Ganga von Shambhu (Shiva), dessen Banner der Stier ist, aufgehalten und konnte sich selbst nicht daraus befreien. Der Herr gab sie erst frei, nachdem er von König Bhagiratha durch Fasten und Lobgesänge verehrt wurde.

Durch Shiva freigegeben geht der mächtig strömende Fluss in sieben Armen in den südlichen Ozean ein. Dabei fließen drei Ströme östlich davon und ein Strom folgt dem Wagen des Bhagiratha in Richtung Süden. Ähnlich erreicht der große Fluss den gewaltigen Fuß im Westen des Berges Meru. Von dort fließt er unter dem Namen Swarakshu zum Garten Vaibhraja. Dort füllt der große Fluss den See Shitoda und über den Berg Swarakshu erreichte er den Berg Trikuta. Von dort fließt er allmählich auf die Gipfel der anderen Berge (in westliche Richtung) und erreicht Ketumala, um danach im salzigen Ozean namens Lavana einzugehen.

In gleicher Weise fällt die Ganga auf den Berg Suparsha am westlichen Fuß von Meru, und unter dem Namen Soma erreicht sie den Garten Savitu (Savitra). Nachdem sie diesen gereinigt hat, findet sie ihren Weg zum See Mahabhadra, und von dort geht der große Fluss zum Berg Shankhakuta. Dann besucht die Ganga nacheinander die Berge Brishabha usw., flutet das nördliche Kuru Land und findet zurück in den großen Ozean.[2].

Sadhana

Der höchste Sadhaka, der ein Mantra rezitiert, während er den Rosenkranz des menschlichen Schädelknochens(Mahasamkha) hält, hält die acht Siddhis in der Hand und ist wie der unvergängliche Shambhu. Was braucht es, um im Ganges zu baden, da sich der Ganges oben auf dem Kopf befindet? Wer sich dem großen Rosenkranz des menschlichen Schädelknochens widmet, verdient das Verdienst, in allen heiligen Gewässern wie Varanasi, Kamarupa, Haridvara, Prayaga, dem Fluss Gandaki, Vadarika und dem Ganges-Delta zu baden-- Matrikabhedatantra IV, 27-29

Die Ganga ist somit ein Symbol für den auf den Yogi herabströmenden Shabda oder Pranava. Daher wird Ganga auch über 108 Namen (Ashtottara Shatanamavali) verehrt[3].
- Om Sri Gangayai Namah [4]-

Literatur

Referenzen

Weblinks