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Dikpala

Aus Spiritwiki

Dikpāla's (Sans. दिक्पाल dikpāla : Weltenhüter, königliche Wächter, Caturmaharajas, tib. Jigten Kyong) sind sowohl im Hinduismus als auch im Vajrayana die Wächter der Richtungen. Es handelt sich um Gottheiten, die bestimmte Richtungen des Raumes regieren sollen. In der Sadhana werden sie auch als Meditationshilfen verwendet.

Neun Devas : Survay, Chandra, Yama, Varuna, Indra, Kubera, Agni, Rahu, Ketu
Sagar mathan - die Schlange Vasuki, deren Schwanzende wird durch die Dikpalas gehalten wird

Hinduismus

Eine Gruppe von 8 Göttern Richtungsschützern wird als Aṣṭa-Dikpāla bezeichnet. Sie werden oft von weiteren Devas für die 10 Richtungen begleitet(Zenith und Nadir) und werden dann mit Daśa-dikpāla bezeichnet.

Im Hinduismus ist es Tradition, ihre Bilder an den Wänden und Decken der Tempel darzustellen. In Java und auf Bali werden Nava-Dikpāla erwähnt, die Wächter der 9 Richtungen.

Die neun Wächtergottheiten der Richtungen heißen Dewata Nawa Sanga (9 Wächtergötter), das Diagramm dieser Hütergötter der Richtungen ist ein Teil des Surya Majapahit, des Emblems des Majapahit Reiches.

Dikpālas (meistbenutzte Namen)

Name Richtung Mantra Waffe Konsortin Graha (Planet) Schützer - Matrika
Kubera Norden Oṃ Shaṃ Kuberāya Namaḥ Gadā (Keule) Kuberajāyā Budha(Merkur) Kumari
Yama Süden Oṃ Maṃ Yamāya Namaḥ Daṇḍa(Stab) Yami Maṅgala (Mars) Varahi
Indra Osten Oṃ Laṃ Indrāya Namaḥ Vajra (Donnerkeil) Śacī Sūrya (Sonne) Aindri
Varuna Westen Oṃ Vaṃ Varuṇāya Namaḥ Pāśa (Schlinge) Nalani Śani (Saturn) Varuni
Īśāna Nordosten Oṃ Haṃ Īśānāya Namaḥ Triśūla (Dreizack) Parvati Brihaspati (Jupiter) Maheshvari
Agni Südosten Oṃ Raṃ Agnaye Namaḥ Śakti(Speer) Svāhā Śukra (Venus) Meshavahini
Vayu Nordwest Oṃ Yaṃ Vayuve Namaḥ Aṅkuśa (Stachel) Bharati Chandra (Mond) Mrigavahini
Nirṛti(Rakṣasa) Südwesten Oṃ Kṣaṃ Rakṣasāya Namaḥ Khaḍga (Schwert) Khaḍgī Rāhu(Nördlicher Mondknoten) Khadagadharini
Vishnu Nadir Oṃ Klim Vishnave Namaḥ Chakra (Diskus) Lakshmi Lagna Vaishnavi
Brahma Zenith Oṃ Hriṃ Brahmaṇe Namaḥ Padma (Lotus) Sarasvati Ketu (Südlicher Mondknoten) Brahmani

[1]

Buddhismus

Es gibt auch im Buddhismus 10 tantrische Khroda - Schützergottheiten, die als dikpālas bezeichnet werden. Sie stehen im rechten oder linken Ausfallschritt in Vereinigung mit ihrer Gefährtin und haben drei Gesichter und sechs Arme. Wächter und Gefährtin tragen spiegelgleich die gleichen Attribute (Schwert, Rad, Lotus, Beil, Vajra, Lanze).

Wie aus den Mantras zu ersehen ist, haben diese Schützer eine geheime Bedeutung für die Sadhana.

Die sog. Niō oder Kongōrikishi(jap. Niōmon, chin. hēnghā èr jiàng) bzw. Misshaku Kongō oder Agyō sind furchterregende und muskuläre Wächter des Buddha, die am Eingang vieler ostasiatischer Tempel zu finden sind. Sie gelten als Dharmapalas.
Als Manifestation von Kongōrikishi als Kombination von Naraen and Misshaku Kongō ist Shukongōshin oder Shikkongōjin(chin. Zhí jīngāng shén), der auch als Entwicklung aus dem griechischen Herakles angesehen wird.

Ganesha mit acht Dikpalas

Lokapala

Im Vergleich finden die Lokapālas, die Schützer der Welt, im Hinduismus und im Buddhismus verschiedene Verwendung. Sie werden von bis zu acht Elefanten (Diggajas) begleitet. Im Hinduismus bezieht sich lokapāla auf die Wächter der vier Hauptrichtungen.

  1. Kubera (Norden)
  2. Yama (Süden)
  3. Indra (Osten)
  4. Varuna (Westen)

Im Buddhismus wird der Ausdruck lokapāla auf die vier Himmelskönige(Dhritarashtra, Vaishravana, Virudhaka, Virupaksha) und weitere Schutzgeister angewendet wie Khroda-Gottheiten (zornvolle Gottheiten).
Die Lokapalas schützen hier die vier Himmelsrichtungen und Horizonte des Meru im Caturmaharajika-Himmel, und sie bewachen die Eingänge zum Paradies Indras. In der frühbuddhistischen Kunst wurden sie als Stupa-Schützer mit nackten Oberkörper und Lanzen und Keulen dargestellt. Auf den späteren Abbildungen sind sie königliche Wächter und geharnischte Schützer der Lehre in Kriegerkleidung.

Bardo Thödöl

Im Rahmen des Themas Lokapala soll hier noch auf die vier Heruka - Hüter des Mandala im Bardo Thödöl hingewiesen werden

  1. Osten: Der weiße Vijaya mit seiner Gefährtin Ankusha
  2. Süden: Der gelbe Yamantaka mit seiner Gefährtin Pasha
  3. Westen: Der rote Hayagriva mit seiner Gefährtin Shrinkala-Spotha
  4. Norden: Der grüne Amritadhara (Amritakundali) mit seiner Gefährtin Gantha),

die eher als Yidams zu sehen sind.

Siehe auch

Literatur

Referenzen

Weblinks