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Dharmata

Aus Spiritwiki

Das Wort Dharmata (Skt. dharmatā; Tib. ཆོས་ཉིད་, chönyi; Wyl. chos nyid) bezeichnet im Mahayana die Soheit oder wahre Natur der Wirklichkeit, die letzte intrinsische Natur von Allem. Dharmata ist auch die nackte bedingungslose Wahrheit der phänomenalen Existenz. Ähnliche Mahayana - Begriffe sind Tathātā (Sanskrit, Pali; Tibetan: དེ་བཞིན་ཉིད་; Chinese: 真如; 'Soheit') und Dharmadhatu.

Textquellen

  • Nidānasaṃyukta[1]
    • S. 148: dharmatā, dharmasthitaye dhātuḥ.
    • S. 149: dharmatā, dharmasthitatā, dharmaniyāmatā, dharmayathatathā, avitathatā, ananyathā, bhūta, satyatā, tattvaā, thatāthatā, aviparītatā, aviparyastatā, idaṃpratyatā, pratītyasamutpādānulomatā.
    • S. 164: dharmatā, dharmasthitaye dhātuḥ.
  • Das 'Mahāyāna śraddhotpādaśāstra' schreibt dazu : In seinem Ursprung ist Sosein durch sich selbst mit erhabenen Attributen dotiert. Es manifestiert die höchste Weisheit, die auf der ganzen Welt scheint. Es hat das wahre Wissen und einen Geist, der einfach in seinem eigenen Wesen ruht. Es ist ewig, glückselig, sein eigenes Selbstsein und die reinste Einfachheit. Es ist belebend, unveränderlich, frei. Weil es all diese Eigenschaften besitzt und von nichts benachteiligt ist, wird es sowohl als Mutterschoß des Tathagata als auch als Dharma - Körper des Tathagata bezeichnet.
  • Das Dashabhumika-Sutra sagt auf S. 65, l. 19–22: Api tu khalu puṇaḥ kulaputraiṣā sarvadharmānāṃ dharmatā | utpādād vā tathāgatānām anutpādād vā sthitaivaṣā dharmatā dharmadhātusthitiḥ | ya idaṃ sarvadharmaśūnyatā sarvadharmānupalabdhiḥ. : Außerdem, oh Söhne der guten Familie, ist hier, was dieser Dharmatā aller Dharmas ist: Ob es das Erscheinen eines Tathāgata gibt oder ob es das Nichterscheinen eines Tathāgata gibt, dieser Dharmatā ist stabil, diese Beständigkeit des fundamentalen Elements, nämlich, die Leere aller Dharmas, die Nichtexistenz aller Dharmas.

3. Wegen dieser Leere, dieser Nichtexistenz, sind alle Dharmas gleich: Saṃskṃta und Asaṃskṛta sind ein und dasselbe. Der Dharmatā ist die Gleichheit aller Dinge.

  1. ohne Produktion (anutpāda),
  2. ohne Zerstörung (anirodha),
  3. ohne Unterbrechung (anuccheda),
  4. ohne Dauer (aśāśvata),
  5. ohne Einssein (anekārtha),
  6. ohne Vielheit (anānārtha),
  7. ohne zu kommen (anāgama),
  8. ohne zu gehen (anirgama) ”,
  9. ohne zu greifen (anupādāna),
  10. ohne Aufregung (āniñjya),
  11. ohne Anhang (asaṅga),
  12. ohne Unterstützung (anāsraya),
  13. nicht existent (asat)

Wie könnte ein solches Dharmatā daher verschwinden (Antardhāna)?

  • In Chan - Geschichten wird Tathata oft am besten im scheinbar Banalem oder Sinnlosem enthüllt.

Literatur

  • Berry, Thomas (1996). Religions of India: Hinduism, Yoga, Buddhism. Columbia University Press. p. 170. ISBN 978-0-231-10781-5.

Referenzen

Siehe auch

Weblinks