Bhumikas

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Bhumikas(Stockwerk, Grad) sind Entwicklungsstufen im Yoga. Die 7 Bhumikas sind als saptha bhoomikas und als jnana bhoomikas[1] bekannt.

Sie werden im Kapitel 4 der Varaha-Upanishad[2] und im Yogavasishta(bzw. Laghu-Yoga-Vasishtha), einem Dialog über Jnana - Yoga zwischen dem Lehrer Vasishta und seinem Schüler Rama, erwähnt.

Die Yogasutras verlauten in Kapitel 2.27(Sadhana Pada): tasya saptadhā prānta-bhūmiḥ prajña(Dieser Pfad zur Erleuchtung hat sieben Stufen). Die Moksha wird hier aber erst später im Nirvikalpa-Samadhi errreicht.
Die sieben Kategorien entsprechen auch den sieben im Kaivalya Navaneetam(Die Butter der Selbstverwirklichung), einem tamil-advaitischen Text[3][4] , erwähnten Stufen.

Yogavasishta

Der vor dem Ramayana erschienene Text Yoga-Vasishtha ist auch als Mahā-Rāmāyana, ārsha Rāmāyana, Vasiṣṭha Rāmāyana, Yogavasistha-Ramayana und nanavasistha bekannt. Er ist ein vedantisierter Nachfolgetext des Moksopaya(Mittel zur Befereiung) bzw. des Mokṣopāyaśāstra.
Das Werk umfasst 32,000 Strophen(shlokas) mit zahlreichen illustrierenden Geschichten.
Inhaltlich besteht das Yogavasishta aus einem 21tägigen Gespräch zwischen den Weisen Vasistha und Prinz Rama. Er befasst sich mit Advaita Vedanta, der illusorischen Natur der manifestierten Welt und dem Prinzip der Nichtdualität.
Die Stufen sind:

  1. Subbecha – Verlangen nach der Wahrheit ( 1. Viveka: Die Unterscheidungskraft zwischen Ewigen und Vergänglichem (Nitya und Anitya), zwischen Wirklichkeit und Unwirklichkeit (Sat und Asat), zwischen Selbst und Nicht-Selbst (Atma und Anatma)und zwischen Vergnügen und Wonne (Ananada) - 2. Vairagya: Wunschlosigkeit, Verhaftungslosigkeit, Leidenschaftslosigkeit. - 3. Shatsampat: Sechs edle zu entwickelnde Tugenden. Beherrschung der physischen und geistigen Organe. - 4. Mumukshutwa: Allen Wünschen entsagen außer nach Befreiung aus dem Rad des Samsara ).
  2. Vicharana – rechtes Befragen, Verlangen nach Erleuchtung
  3. Tanumanasa – Ausdünnen des Verstandes(Manas) - beinhaltet auch Pratyahara
  4. Sattwapati – Erlangen der sattvischen Reinheit (Selbstverwirklichung)
  5. Asamsakti – durch nichts berührt/an nichts anhaftend
  6. Padarthabhavani – sieht Brahman überall, Nichtwahrnehmung von Objekten
  7. Turiya(turyaga) – Zustand der Befreiung

Pancharatra

Im Pancharatra stellen Pradyumna und Samkarsana jweils die Zustände des Traums und des Tiefschlafs dar.

Mahabharata

Im Buch 12 Shanti Parva des Mahabharata(Kap. 291) spricht Yudhishthira über Bewusstseinsstufen. Er assoziiert die Prakriti mit der unerwachten Person (abuddhajana). In Kapitel 293 werden drei Stufen des Erwachens beschrieben :

  1. Der unerwachte Zustand aprabuddha (auch abuddhiman, 291.41; apratibuddha 291.42 ; 296 urzeitlicher Zustand des Gleichgewichts). Das Subjekt der Erfahrung ist hier der saguna ishvara. Durch abhimana schafft er das Spiel der Gunas und identifiziert sich mit ihnen.
  2. Der erwachende Zustand (budhyamana) erkennt, daß das Spiel der Gunas vermieden werden sollte als nicht wirkliche Essenz. In diesem Zustand wird das Selbst als 25stes oder individuelle Seele(Purusha, später auch Jiva) bezeichnet.
  3. Der erwachte Zustand (293.45 prabuddha; 293.10 buddha) weist auf den Zustand hin, der erkennt, dass der qualitätsfreie Gott die Natur und die Gunas kontrolliert. Er überschreitet das hinduistische System der 25(24+1) Tattvas.

Die Bhagavad Gita hat in 15.16 eine ähnliche Feststellung über ksara und aksara(purusha) bzw. paramatman oder Krishna.
Das Linga Purana 1.28.7 sagt dazu : hier ist der 26ste das Objekt der Meditation, der 25ste ist der Meditierende, der 24ste ist hingegen der Unmanifestierte. Der 26ste wird in diesem Text allerdings mit Shiva gleichgestellt.

Svacchanda Tantra

Das Svacchanda Tantra erwähnt in 11.83..84 fünf Stufen der spirituellen Erwachens des fünffachen Atman.

Buddhismus

  • Die 10 Bodhisattva - Bhūmi (Tib. "byang chub sems dpa'i sa", Erleuchtungs-Wesen Stufen) sind die 10 Stufen des Pfades eines Bodhisattva im Mahayana. Das Lamrim kategorisiert die Wesen nach drei Stufen der spirituellen Kapazität.
  • Das Sanskritwort bhūmi bedeutet "Grund" or "Sockel". Jede Stufe stellt eine Ebene des Erreichens dar und dient als Basis für die nächste Stufe. Mit jeder Ebene sind größere Kräfte und höhere Weisheit verbunden.
  1. Dana (Skt. Pramudita) - Vollkommenheit des Gebens
  2. Sila (Skt. Vimala) - vollkommene Moral
  3. Khanti (Skt. Prabhakari) - vollkommene Geduld
  4. Viriya (Skt. Archishmati) - vollkommene Tatkraft
  5. Dhyana (Skt. Sudurjaya) - vollkommene Meditation
  6. Prajna (Skt. Abhimukhi) - vollkommene Weisheit
  7. Upaya Kausalya (Skt. Duramgama) - vollkommene Geschicklichkeit
  8. Pranidhana (Skt. Achala) - vollkommenes Streben
  9. Bala (Skt. Sadhumati) - vollkommene Stärke (s.a. Bala-Rama)
  10. Jnana (Skt. Dharmamegha) - vollkommenes Wissen (Buddhaschaft)

bzw. : Dasa Bhumi.

  1. Pramudita (Glück); Verschenken
  2. Vimala (reinst, rein); bitte
  3. Prabhakari (brillant); bro
  4. Arismati (flammendes Flammen); Virya
  5. Sudurjaya (unbesiegbar); Dhyana
  6. Abhimukti (in Richtung Bodhi); Prajna
  7. Durangama (geht weg); Kausalya, Bemühungen
  8. Acala (unerschütterlich); Pranidana
  9. sadhumati (guter Verstand); Bala
  10. Dharmamegha (Mega-Dhamma); Jhana
  • Die bhūmis sind Unterkategorien der fünf Pfade (pañcamārga, Tib. lam lnga)
  1. Der Pfad der Ansammlung (saṃbhāra-mārga, Wylie Tibetan: tshogs lam). Personen auf diesem Pfad besitzen einen starken Wunsch, das eigene oder das Leiden anderer zu überwinden und ziehen sich vom weltlichen Leben zurück
  2. Der Weg der Zubereitung oder Anwendung(prayoga-mārga, Wylie Tibetan: sbyor lam). Personen auf diesem Pfad beginnen die Meditationspraxis und haben analytisches Wissen der Leere.
  3. Der Pfad des Sehens (darśana-mārga, Wylie Tibetan: mthong lam). Personen auf diesem Pfad üben tiefe konzentrierte Meditation über die Natur der Wirklichkeit und erkennen die Leere der Wirklichkeit.
  4. Der Pfad der Meditation (bhāvanā-mārga, Tib.: sgom lam). Personen auf diesem Weg reinigen sich und sammeln Weisheit.
  5. Der Weg des nicht mehr Lernens bzw. Vollendung (aśaikṣā-mārga, Wylie Tibetan: mi slob pa’i lam or thar phyin pa'i lam). Personen auf diesem Weg haben sich vollständig gereinigt.[5]
  • Andererseits werden die Bewusstseinsstufen im Buddhismus als Jhanas dargestellt.

Literatur

References

Weblinks