Bhagavad Gita

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sri-bhagavan uvāca prajahati bla kaman sarvan partha mano-gatan atmany evatmana tustah.sthita-Prajnas tadocyate
Der selige Herr sagte: Wenn, oh Arjuna, ein Mann all die Wünsche des Geistes komplett abwirft und sein Selbst im Selbst zufrieden ist, dann ist er von stetiger Weisheit. - Ich weile im Herzen eines jeden Lebewesens. Aus mir kommen Erinnerung, Wissen und Vergessen. Das Ziel der vedischen Schriften ist es, mich zu erkennen. Ich bin der Verfasser des Vedanta und die Quelle des Wissens (Bhagavad Gita 15.15)

Arjuna erhält die Gita im Mahabharata

Bhagavad Gita

Die Bhagavad Gita („der Gesang des Erhabenen“) ist eine der zentralen Schriften des Hinduismus, die von vielen Meistern kommentiert wurde. 1785 kam die Bhagavad Gita in der Übersetzung durch der Orientalisten Charles Wilkins nach Europa. Die Gita wurde dann unter anderem von Robert Boxberger (1870), Franz Hartmann (1904), Theodor Springmann (1920) und Leopold von Schroeder (1937) ins Deutsche übersetzt.

Der Text besteht aus ca. 700 auf 18 Kapitel verteilten Strophen und beinhaltet die Gesänge 25 bis 42 des sechsten Buches(Bhishma Parva) des Mahabharata-Epos.

In der Gita fliessen mehrere traditionelle hinduistische Strömungen zusammen, so daß sowohl monistische als auch dualistische Äußerungen zu finden sind. Sie lehnt sich an die im Mahabharata erwähnte Schlacht zu Kurukshetra an, allerdings ohne diese zu beschreiben oder zu vertiefen. Dafür erläutert sie verschiedene Yogarichtungen.

Die Gita wurde von einer Reihe bekannter Yogis wie Shankara, Ramanuja, Madhva, Nimbarka, Vallabha und Sri Aurobindo kommentiert.

Die Gita ist eher als Allegorie anzusehen, als ein Zwiegespräch zwischen der inneren Göttlichkeit, verkörpert durch Krishna, und der menschlichen Seele, die Arjuna darstellt.

Krishna gibt sich auf dem Schlachtfeld von Kurukshetra dem Fürsten Arjuna in einer Vision als göttlich - kosmisches Selbst zu erkennen. Die Schlacht selbst beschreibt symbolisch die Transmutation und die Beseitigung der behindernden lunaren Kräfte.

Die Gita erklärt Krishna in 10.12(−14) euphorischerweise zum param brahma(obwohl er doch eine Inkarnation Vishnus ist).

Kapitel

  1. Niedergeschlagenheit ( Arjuna-Vishâda)
  2. Samkhya - Yoga des rechten Verstehens[1]
  3. Karma Yoga – der Yoga der Handlung - Krishna ermutigt Arjuna ohne Bindung an die Ergebnisse oder Frucht der Handlung und Tätigkeit zu handeln.
  4. Opfer der göttlichen Erkenntnis (Jñâna-Yoga)
  5. Karma-Samnyâsa-Yoga – der Yoga der Werk-Entsagung
  6. Besinnung durch Meditation und rechten Lebenswandel : Dhyana - Yoga der Versenkung[2][3]
  7. Jñâna-Vijñâna-Yoga : Krishna ist letztendlich in allen Dingen
  8. Akshara-Brahma-Yoga - Brahman, das ewige höchste Göttliche
  9. Râjavidyâ-Râjaguhya-Yoga : Das Königswissen : Durch Krishna zur Erlösung
  10. Vibhûti-Yoga - Yoga der Offenbarung
  11. Vishvarûpa-Darshana-Yoga  : Vision der göttlichen Gestalt - Krishna als kosmisches Selbst[4][5]
  12. Bhakti - Yoga der liebevollen Hingabe
  13. Das Feld und der Kenner des Feldes(Kshetra-Kshetrajna Vibhaga Yoga)[6]
  14. Guna-traya-Vibhâga-Yoga : Die drei Gunas der Prakriti
  15. Purushottama-Yoga des höchsten Geistes(akshara), Krishna als Urgrund des Geistes
  16. Daivâsura-Sampad-Vibhâga - Yoga der Unterscheidung: Menschen mit 'göttlicher Natur' und jene mit 'dämonischer Natur' [7]
  17. Shraddhatraya-Vibhag-Yoga : Dreigeteiltheit des von der Natur der Gunas beherrschten Glaubens
  18. Moksha-Samnyâsa-Yoga des Entsagens auf die Früchte des Handelns

Prakriti und Purusha, das Feld und der Kenner des Feldes

Die Gita hat eine dem Samkhya ähnelnde Schöpfungslehre.
13.20 : Wisse, daß der Purusha(die Seele) und Prakriti (die Natur) beide ohne Ursprung und ewig sind. Aber die Arten der Natur und die unteren Formen, die sie für unsere bewusste Erfahrung übernimmt, haben einen Ursprung in Prakriti (in den Transaktionen dieser beiden Entitäten).
13.21 : Die Kette von Ursache und Wirkung und und der Zustand, der Handelnde zu sein, wird duch Prakriti bedingt; Der Purusha erfreut sich an Freude und Schmerz.
13.22 : Der in die Prakriti verwickelte Purusha erfreut sich der aus der Prakriti geborenen Qualitäten; Verhaftung an die Qualitäten ist die Ursache seiner Geburt in guten und bösen Mutterleiben. (Sri Aurobindo, Essays on the gita, Chapter 13, The field and its knower)

  • Das Bhagavata Purana übt allerdings Kritik an der Gita, und auch Sri Aurobindo kommentierte, daß die Gita noch nicht die ganze Wahrheit darstelle. Die Prakriti (s.o.) ist sicherlich nicht ewig und Krishna ist nicht die höchste Gottheit.

Anu Gita

Ein anderer Auszug aus dem Mahabharata (Ashvamedhika Parva) ist die Anugita, die philosophischer und okkulter und schwieriger zu verstehen ist. Sie behandelt abstrusere Themen und ist daher nicht so bekannt.

Literatur

  • God Talks to Arjuna - Yogananda’s commentaries on the Bhagavad-Gita; Self-Realization Fellowship, 2001, Language: English ISBN-10: 0876120311 ISBN-13: 978-0876120316
  • The Bhagavadgita: With the Sanatsugatiya and the Anugita von Kashinath Trimbak Telang ISBN-10: 0-559-34899-1 ISBN-13: 978-0-559-34899-0
  • Bhagavad Gita in the Light of Kriya Yoga ; Lahiri Mahasaya ; CreateSpace Independent Publishing Platform; 2014; ISBN-10: 1492925934 ISBN-13: 978-1492925934

Referenzen

Weblinks