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Achilleus

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Phoinix und Odysseus vor Achilleus

Achilleus (dt. Achill , latinisiert Achilles; altgriech. Ἀχιλλεύς Akhilleús) ist in der griechischen Mythologie der Hauptheld der Ilias des Homer. Die Achilleus-Überlieferung besteht aus zahlreichen Texten unterschiedlicher Zeiten. Darin werden teilweise unterschiedliche sich teils widersprechende Begebenheiten erzählt(Homer, Ovid, Statius, Hyginus, Apollodor).

Herkunft

Pelee übergibt Achilleus dem Chiron

Achilleus ist ein Sohn des Peleus, des Königs von Phthia in Thessalien, und der unsterblichen Meer-Nymphe Thetis. von seinem Vater dem Kentauren Cheiron anvertraut wird, der auf dem Berg Pelion in Thessalien lebt. Bei ihm lernt er, die Waffen zu führen, die Kunst, ein Pferd zu besteigen und zu jagen, und die Musik.

Bei Homer wird Achilleus von seiner Mutter erzogen. Erst bei Kriegsausbruch sendet Peleus ihn zu Phoinix, der ihn in die Redekunst und den Umgang mit den Waffen einführt [Homer: Ilias 1, 396 und 18, 51–60].

Achilleus hatte ursprünglich den Namen Ligyron. Der Seher Kalchas prophezeite ihm, Troja könne ohne seinen Einsatz nicht erobert werden. Seine Mutter Thetis wollte ihn nicht am Trojanischen Krieg teilnehmen lassen und versteckte ihn auf Skyros. Dort verkleidete sie ihn als Mädchen und mischte ihn unter die Töchter des Königs Lykomedes von Skyros. Dort zeugt er mit dessen Tochter Deidameia einen Sohn.

Ein Orakel des Kalchas hatte die Achäer informiert, dass sie Achilleus brauchen, um Troja einzunehmen. Diomedes, Odysseus und der Trompeter Agyrtes reisen nach Skyros und identifizieren Achill, der mit ihnen zum Heer der Griechen zurückkehrt.

In der Illias wird Achilleus hingegen zusammen mit Patroklos und den Myrmidonen direkt von Peleus entsandt, sobald sich die griechischen Anführer in Aulis sammeln (Homer, Ilias 9, 439).

Während des Trojanischen Krieges erlangt der Zorn des Achill auf Agamemnon Berühmtheit. Achilles ist auf seinen militärischen Oberbefehlshaber Agamemnon zornig, der sich weigerte, die hübsche Gefangene Chryseis an ihren Vater zurückzugeben. Achilles wendete sich daher an den Gott Apollon, wodurch die Griechen durch eine Pest befallen wurden.
Ab dieser Stelle berichtet die Ilias ein, eine Pest habe das Lager der Griechen befallen, und der von Achilleus gedrängte Kalchas offenbart, die Pest sei eine Strafe Apollons.
Agamemnon gibt nach und entführt kurz danach Achilles Mädchen Briseis. Achilles Mutter Thesis bittet daraufhin Zeus darum, die gegnerischen Trojaner bis zu einer gerechten Sühne siegen zu lassen. Da die Griechen inzwischen in große Bedrängnis geraten waren, wendeten sie sich nun flehend an Achilles. Dieser zeigte sich erst einsatzbereit, als der Trojaner Hektor die griechischen Schiffe entzündet hatte. Am Ende versöhnten sich Achilles und Agamemnon und besiegten die Trojaner.

Achillesferse

Nach dem Sieg über die Trojaner und Hektor stehen die Griechen den trojanischen Verbündeten Penthesileia und Memnon gegenüber, doch beide werden von Achilles getötet. Anschließend fäält wird er selbst von einem von Paris geschossenen Pfeil getötet, der ihn an seiner verwundbaren Achillesverse trifft.

Der Tod des Achilles wird allerdings in der Ilias nicht dargestellt.

Achilles soll bis auf seine Ferse unverwundbar gewesen sein, weil seine Mutter Thetis ihn als Kind in den Fluss Styx tauchte, wobei sie ihn bei sich von seinen Fersen hielt. Davon leitet sich der Begriff "Achillesferse" als Punkt der Schwäche ab.

Literatur

Weblinks