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Fünf Elemente

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Tarotkarte 22: Die Welt -- die Parashakti als Essenz ihrer vier Elemente-Aspekte

Die Betrachtung der Welt unter dem Blickwinkel von 5 Elementen ist eine metaphysische Sichtweise, die in vielen alten Kulturen zu finden ist. Ein derartiges Elementeschema lässt sich auf die meisten Schöpfungsebenen anwenden.
Selbst auf der höchsten Tarotkarte wird die Parashakti mit 4 umgebenden Wesen innerhalb ihrer jeweiligen göttlichen Elemente abgebildet, die auch in der Johannesoffenbarung beschrieben werden. Sie ist damit als göttliche Essenz dieser vier göttlichen Wesen anzusehen.

Hinduismus

Die Veden verbinden die fünf Elemente(Pancha Bhoota, Panchamahābhuta) mit Vasu-Göttern wie Agni(Feuer), Vayu(Luft) und Varuna(Wasser), die auch als Hilfskräfte von Indra galten und später mit Vishnu verbunden wurden.

Ayurveda humors

Die Taittirīya Upaniṣad beschreibt 5 Hüllen des Purusha, die die 5 Elemente erzeugen : 'Aus diesem ātman entstand akasha(Raum); aus Akasha Luft; aus Luft Feuer; aus Feuer die Wasser, aus den Wassern die Erde; aus der Erde die Pflanzen; aus den Pflanzen die Nahrung; aus der Nahrung der Mensch...'.

Im Samkhya gehören die fünf Elemente (panchatattvas) zur Prakriti. Diese Schule nach Kapila sieht die pancha Tanmatras als die essentiellen Elemente('das Wesentliche von') der physischen Manifestation.

Nach der vedantischen Panchikarana - Lehre entstand die Materie aus den fünf primordialen subtilen Elementen. Im Hinduismus werden diese mit bestimmten Chakras und auch mit Teilen des Körpers und mit bestimmten Fingern verknüpft[1].

In der indischen Tantristik haben die Elemente folgende mit den unteren Chakras verbundene tantrische Keimsilben:
- Lam = Erde (Muladhara)
- Vam = Wasser
- Yam(Pam) = Luft
- Ram = Feuer (Manipura)
- Ham = Akasha (Vishuddha)

Die Elemente werden auch bestimmten Tattvas zugeordnet :

Die Shiva Samhita 1.3 lehrt "71. Aus dem Akasa strömte die Luft; aus der Luft kam das Feuer; aus dem Feuer Wasser; und vom Wasser kam die Erde. Das ist die Reihenfolge der subtilen Emanation."

Kashmirischer Shivaismus

Innerhalb des kashmirischen Shivaismusses entsprechen die 5 Tanmatras den 5 Elementen. Sie sind die Substanz, aus der das niedere Universum geschaffen ist. Jedes Tanmatra wird mit einem spezifischen Element verknüpft, es repräsentiert aber einen subtilereren Aspekt als beispielsweise die materiellen Elemente im Taoismus. Das ursprüngliche Yin-Yang erzeugt allerdings ähnlich hohe Elemente-Wandlungsphasen.

Buddhismus

Nach Fr. Bardon werden die Tantras der fünf Elemente mit Mahabhuta(Pali: cattāro mahābhūtāni; jap. Goshiki) bezeichnet und durch die Bidju - Formeln kha, ha, ra, va, a versinnbildlicht[3], was auch als Vairocana-Mantra (a-va-ra-ha-kha) bezeichnet wird. Manchmal werden auch noch Raum und Bewusstsein hinzugefügt.

Der japanische Dainichi - Buddha wird oft mit einer Geste abgebildet, die als Mudra der sechs Elemente (jap. Chiken-in) bezeichnet wird, bei der der Zeigefinger der linken Hand von den fünf Fingern der rechten umhüllt ist. Diese Mudra soll die Einheit der fünf weltlichen Elemente(Erde, Wasser, Luft, Feuer und Raum) symbolisieren, zusammen mit dem sechsten Element des Bewusstseins[4].

Die Nikayas unterschieden zwischen den mahabhutas als primäre Elemente(rupa-dhamma) und den daraus entstandenen sekundären Elementen(upada-rupa).

Laut dem zum Pali-Kanon gehörigen Patthana stehen die 4 mahabhutas zu den upada-rupas als ursächliche Bedingungen(paccaya). Die upada-dhammas emanieren die rupa-dhammas.

Einige alte tibetische Stupas symbolisieren ebenfalls die 5 Elemente.

Als fünftes Element wird ākāsa - dhātu angesehen, oft auch die Leere.

Taoismus

Wuxing

Das chinesische Fünf-Elemente-Modell beinhaltet die Lehre der 5 Elemente (Wu Xing) Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Die 5 Elemente werden hier als 5 Wandlungsphasen (wörtlich: die 5 Wandernden) gesehen. In der Shang-Dynastie wurden ihnen daneben die vier Himmelsrichtungen und die Mitte zugeordnet.

Nach dem I Ging erzeugen Yin und Yang durch Verdopplung die vier Hsia und durch weitere Verdopplung die acht Gua(Trigramme). Die Erde wird Yin und Yang zugeordnet, die vier Hsia den übrigen vier Elementen.

Das Kapitel 5 des ersten Bandes des Huangdi Neijing Suwen (Klassiker des Gelben Kaisers zum Inneren) handelt von den Entsprechungen der 5 Elemente in Himmel, Erde und im Menschen.

Griechische 4 Elemente

Die klassische Elementenlehre hatte hier erst im 5. Jahrhundert v. Chr. durch den griechischen Naturphilosophen Empedokles ihre Formulierung. Seine Vorgänger schrieben den vier Elementen den heutigen Aggregatzuständen entsprechende Eigenarten zu.
Durch die Zuordnung der Elemente zu Gottheiten bekamen die vier Elemente weitere Eigenschaften.
Erst Platon ordnet im Timaios jedem der vier Elemente als auch dem Äther je einen Körper zu und stellt in Tim. 49 bf die vier Elemente als Kreislauf dar.
Aristoteles ordnete den vier Elementen die Eigenschaften warm/kalt und trocken/feucht zu. Er bezeichnete den Äther als eine vier Elementen zugrunde liegende Quintessenz.
Die Stoiker führten das Pneuma ein, das dem in vieler Hinsicht mit dem chinesischen Chi verwandt ist.

Alchemie

4 Elemente in der Alchemie

In der Alchemie durchläuft ein Prozess je nach Betrachtungsweise die 4 Elemente, angefangen mit dem Erdelement, bzw. die 7 Planeten. Verschiedenen Stoffen werden bestimmte Elemente zugeordnet. Der Stein der Philosophen bedeutet aus dieser Sichtweise die Herrschaft der Quinta Essentia über die 4 Elemente.

Magie

Die Magie symbolisiert die 5 Elemente durch das Pentagramm. Einzelnen Elementen werden positive und negative Eigenschaften zugeordnet, und der weisse Magier muss sich darin üben, die negativen Eigenschaften zu eliminieren[5] und so das magische Gleichgewicht zu erhalten.

Literatur

Vier Elemente

Referenzen

Mensch im Pentagramm
  1. https://www.hinduscriptures.com/vedic-sciences/vastu-shastra/five-elements-vastu-shstra/901/
  2. https://en.wikipedia.org/wiki/Mah%C4%81bh%C5%ABta
  3. Franz Bardon, Der Schlüssel zur wahren Kabbalah, ISBN 978-3-921338-27-8
  4. //www.onmarkproductions.com/html/dainichi.shtml#6 Elements
  5. Fr. Bardon : Der Weg zum wahren Adepten, ISBN 978-3-921338-30-8

Weblinks