Tarot

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Schon im 14. Jahrhundert waren in Europa Spielkarten im Umlauf, welche aber erst nachträglich mit den 22 Tarotkarten vermischt wurden. Am 25. Mai 1377 liess der Magistrat der italienischen Stadt Florenz ein Kartenspiel namens "naibbe" verbieten. Dieses Wort für Kartenspiele existiert noch heute als "Naipes" in der spanischen Sprache.
Die erste Beschreibung kommt von einem Mönch namens Bruder Johannes aus Rheinfelden in der Nähe von Basel. In seinem "Tractatus de moribus et disciplina humanae conversationis", welches jetzt im Besitz des britischen Museums ist, erwähnt er : "Anno Domini 1374 kam ein Spiel zu uns, genannt Karten-Spiel, das den Zustand der Welt auf wundersame Weise beschreibt."

Viscontisforza-Tarot


Der italienische Visconti-Tarot (ca. 1450) stellt den ältesten erhaltenen Tarot dar, der weder Titel noch Zahlen enthält.
Der Sola-Busca-Tarot[1] ist das erste bekannte Tarotspiel, dass die klassische Struktur mit 78 Karten aufweist (22 Trümpfe und jeweils 4 mal 14 Farbkarten).
Spätere Ausgaben wie der Marseille-Tarot(1748), der Rider-Waite - Tarot(1909) und der Tarot von Oswald Wirth enthielten eine Durchnummerierung bzw. zusätzlich die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets.

1781 veröffentlichte Antoine Court de Gébelin, ein Schweizer Geistlicher und Freimaurer, das Buch Le monde primitif, anlyse et comprare avec le monde moderne Er deutete als erster offen die Symbole des Marseiller Tarots als Zeichen der Mysterien der ägyptischen Gottheiten Isis und Thot.

In den 22 großen Arkana verbirgt sich das Wissen der Eingeweihten, das "Opus Magnum", das "grosse Werk das vollendet", der Weg zum Nirvikalpa-Samadhi, über das die Eingeweihten schweigen mussten bzw. es nur verschlüsselt weitergeben durften, auch wegen der Kirche und der Obrigkeit.
Über den Ursprung des Tarot ist viel gerätselt worden. Teilweise wird er den Zigeunern zugeschrieben, die ihn aus Ägypten mitgebracht haben sollen. Deren genetischer Ursprung liegt aber nach neuen Untersuchungen in Indien.

Nachdem Erscheinen des Rider-Waite - Tarot(Pamela Colman Smith; Dezember 1909; Verlag Rider & Sohn) nahm "US Games INC" in den USA das Copyright für sich in Anspruch. Seit 1996 ist das eventuelle Copyright in den USA aber wohl erloschen. US Games INC entwarf auch eigene und ähnliche Kartensets.

Die Symbolik der echten Einweihungs-Karten hat immer eine genaue Aussage, und die meisten modernen Sets sind künstlerische Phantasieprodukte, genau wie die Interpretationen der Karten.

Waite Karte 19

In Übereinstimmung mit meinen Tarot-Kenntnissen sind nur der Tarot von Oswald Wirth, der Marseille-Tarot und die Waite-Karten sowie ein wenig der Tarot von Uxkuhl. Die Karte Narr mit der Zahl 0 steht fälschlicherweise bei vielen Decks vorne statt auf Platz 21, weil es im Bereich des Unendlichen bzw. oberhalb des Jod keine Zahlen gibt.

Die geheime spirituelle Symbolik war je nach Übungsmethode und Kultur verschieden, und die 22 Visionen der Johannes-Offenbarung zeigen, wie anspruchsvoll und schwer verständlich wahre spirituelle Visionen sein können.
Diese 22 Karten oder 'großen Arkanen' sind daher in vielfacher Weise esoterisch fehlinterpretiert und künstlerisch verfremdet worden.
Sie beschreiben den Pfad der 22 Stufen der menschlichen Einweihung.

Die Tarotkarten werden manchmal zu Wahrsagezwecken verwendet. Hier gilt die gleiche Einschränkung wie beim chinesischen I Ging bezüglich der Verbundenheit mit den spirituellen Ebenen. Manche magische Adepten haben solche Fähigkeiten, die aber wenig mit dem Tarot zu tun haben.

Literatur

Referenzen

  1. http://solabuscatarot1998mayer.wordpress.com/

Weblinks


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