Reinkarnation

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"Lasset die Toten ihre Toten begraben", (Mt 8,22; Lk 9,60)

Die Wiedergeburt der Seele oder ein Weiterleben nach dem Tode sind für den materialistischen Naturalisten Fluchtvorstellungen einer illusorischen Wahnwelt[1]. Die Reinkarnationsforschung ist bisher zu wenigen Nachtoderinnerungen gelangt, wenn auch vereinzelt zu überraschenden unerklärlichen Ergebnissen.

Dass so wenige unerklärliche Erinnerungen an eine letzte Inkarnation gefunden werden hat aber andere Gründe :

Inhaltsverzeichnis

Zyklen der Naturseele

Der heutige Durchschnittsmensch besitzt okkult betrachtet vier Körper :

  • Materieller Körper
  • Ätherkörper(Lebensleib - Chi,Prana) und höherer Kausalkörper
  • Astralkörper(Wiki)
  • Mentalkörper(Buddhi/Manas - über den auch manche Tiere ansatzweise verfügen)

Der weit höhere Kausalkörper und vor allem der Geistkörper( Jivatman, Purusha, Trikaya, Supermind ) sind beim Durchschnittsmenschen nicht entwickelt.

Die Zusammenhänge der Wiedergeburt sind aus universeller Sicht leider ernüchternd aber im okkulten Sinne logisch.

Nach dem Tode

Einige Tage nach dem Tode erwacht das Bewusstsein des Ätherkörpers und der Mensch sieht durch diesen und den Astralkörper die materielle Welt. Dann löst sich der Ätherkörper innerhalb weniger Wochen auf und die 'Seele' vergißt die vorhergehende Inkarnation und erwacht in der Astralwelt, die grob gesehen aus drei Bereichen besteht.

Die degenerierte und unentwickelte astrale Seele eines Menschen, der ein völlig körpergebundenes Leben geführt hat, versinkt[2] in die graue Unterwelt, von der die griechische Mythologie sagt "besser ein Bettler auf Erden als ein König im Reich der Schatten".
Dort leben Astralkörper und Mentalkörper bis zu einigen Jahrhunderten und versinken dann meist ganz in der astralen Dunkelheitsregion(eine Parallelwelt zur Erdkugel) und gehen dort zugrunde.
Der ägyptische Totenkult bezeichnete dieses als den 'zweiten Tod' (durch Ammit).
Bei sehr vielen Menschen geschieht das sofort nach dem Tode ohne Zwischenaufenthalt.
Wenn der Mentalkörper bei der Inkarnation degenerierte, kehrt der Astralkörper manchmal auch in das Tierreich zurück.

In der normalen Astralwelt lebt nur eine entwickelte starke astrale Seele ( wie die eines Magiers ) einige Jahre bis zu Jahrhunderten, bis sie dort stirbt, insofern sie die Gefahren dieser Welt überlebt hat, und sich wieder inkarniert. Die höheren Körper und das Akashaprinzip überleben die Wiedergeburten.
Nach der daher nur bei vereinzelten Seelen stattfindenden Wiederinkarnation erfolgt der Wiederaufbau der Körper in drei Phasen von ca. 7 Jahren und weiteren Phasen der Gestaltung von ebenfalls je 7 Jahren.

Spirituell entwickelte Seelen

Mit Abschluss der Stufe 10 des universellen Pfades dreht der Jünger auf dem Probepfad das Rad und versinkt daher nicht mehr in der Dunkelkeitsregion des sog. Samsara.

5 : Wenn man das Atman hier kennt, erreicht man das wahre Ziel des Lebens. Wer es nicht hier kennt, den erwartet eine große Zerstörung. sagt die Kena- Upanishad 2.5.

Der spirituell entwickelte Mensch hat die hohen Körper entwickelt und kann mit einer Wiedergeburt meist über sehr lange Zeiträume warten. Voraussetzung ist die "Wiedergeburt aus Wasser und Geist", der Vollzug des Probepfades oder die Stufe 14 der Universellen Lehre.

Erst der Meister der Stufe 20 ist aus dem Kreislauf der Wiedergeburten befreit, und er inkarniert sich freiwillig oder auf Befehl des Göttlichen.

Wer mit wenig zufrieden ist, den nenne ich reich -
wer kraftvoll handelt, den nenne ich willensstark.
wer seine Mitte nicht verliert, hat Bestand -
wer stirbt und doch nicht zugrunde geht,
besitzt den Schlüssel zur Unsterblichkeit.

Hinduismus

Wiedergeburt ist im Hinduismus kein Thema der Veden sondern erst ein Thema von Puranas wie dem Vishnu Purana[3], der Sivasamhita und der Upanishaden.

Hier ist es der Jiva (die individuelle Seele) zusammen mit Vernunft, Gefühlen und Wünschen, der sich angeblich stets aufs neue manifestiert bis zur endgültigen Erlösung (Moksha). Letzteres gilt eher für entwickelte Yogis.

Im Kapitel 16, Vers 4 der Bhagavad Gita mit dem Titel "Der Yoga der Trennung zwischen dem Göttlichen und dem Dämonischen" sagt Krishna : 'Heuchelei, Arroganz, Dünkel, Zorn und auch Härte und Ignoranz, gehören zu einem, der in einem dämonischen Zustand geboren ist.'

Buddhismus

Das Theravada lehrt 31 Ebenen der Wiedergeburt. Der Buddhismus hat aber bezüglich der Wiedergeburt ein Problem[4] : Buddha verneinte angeblich [5] die Existenz eines Atman und sprach von Anatman (sanskrit) bzw. Anatta (pali), dem Nicht-Selbst. Die Trikaya-Lehre steht dazu etwas im Widerspruch.

Wiedergeburt ist aber im heutigen Buddhismus ein aktuelles Thema, und einige Lamas werden ganz offen als Wiedergeburt eines bestimmten hohen Lamas angesehen. Teilweise werden Tests durchgeführt, bei denen das Kind sich an bestimmte Gegenstände und Menschen erinnert.

Der Gläubige will durch gute Taten und Meditationspraxis verhindern, daß er in einer der niederen Welten oder gar in einer der Höllen[6](pretas) des Samsara wiedergeboren wird(wo er zugrunde geht) und strebt ein reines Land eines Buddhas an.

Judentum

Der Idee der Reinkarnation begegnet man im Sefer ha-Bahir (Buch der Erleuchtung), das gemeinhin als das älteste Werk der Kabbala gilt. Nach Erscheinen des Sefer ha-Sohar wurde die Reinkarnationslehre für einige Zeit Allgemeingut im osteuropäischen Judentum, besonders bei den Chassidim, allerdings nicht bei den konservativen und liberalen Juden. In manchen chassidischen Gebetbüchern (Siddur) findet sich beispielsweise ein Gebet, das um Vergebung für Sünden in früheren Inkarnationen bittet.

Ein diesbezügliches klassisches Werk ist Schaar ha-Gilgulim[7] (Tor der Reinkarnationen) von Rabbi Isaak Luria (1534–1572), das sich auch auf bestimmte Textpassagen im Tanach[8] bezieht. Es beschreibt die Gesetzmäßigkeiten der Wiedergeburt von 5 Seelenteilen und grenzt die lebenslange Inkarnation (Gilgul) von der vorübergehenden Inkorporation einer fremden guten Seele (Ibbur) oder einer fremden bösen Seele (Dibbuk) ab.

Das Sefer ha-Bahir übernimmt die Reinkarnationsidee, um die Theodizee zu lösen:Der Gerechte war möglicherweise in seinem vorherigen Leben böse und der Böse gerecht.

Christentum

Im christlichen Bereich kennen nur die Katharer[9] und die steinersche Antroposophie[10][11] eine Wiedergeburtslehre.[12]

Ägypten

Hier steht Reinkarnation für die Wiedergeburt der Götter und die 'Gerechtfertigten', die in der Hieroglyphenschrift des Totengerichts mit 'wahr an Stimme' (maa-cheru) bezeichnet wurden.

Griechenland

Hier waren Pythagoras (um 600 v.Chr.) Empedokles (5. Jh. v.Chr.) und Platon (5. Jh. v.Chr.) die bekanntesten Vertreter der Wiedergeburtstheorie. Platon versuchte in seinem Phaidon die Reinkarnation zu beweisen.

Literatur

Referenzen

  1. http://www.gwup.org/infos/themen-nach-gebiet/65-religion-glaube/73-reinkarnation
  2. http://www.theosociety.org/pasadena/etgloss/ea-el.htm
  3. http://www.pushpak.de/vishnu/vp_b3k07.html
  4. http://www.palikanon.com/diverses/max_ladn2/lehrebuddhas4.htm
  5. Claus Oetke: »Ich« und das Ich – Analytische Untersuchungen zur buddhistisch-brahmanischen Atmankontroverse, Wiesbaden 1988, zitiert bei Zander, S. 663f.
  6. Perry Schmidt-Leukel: Reinkarnation und spiritueller Fortschritt im traditionellen Buddhismus, in die Idee der Reinkarnation in Ost und West, München 1996, S. 29–56, hier S. 32.
  7. http://anthrowiki.at/Schaar_ha-Gilgulim
  8. https://de.wikipedia.org/wiki/Tanach
  9. http://www.die-katharer.de/
  10. http://anthrowiki.at/Wiedergeburt
  11. http://wn.rsarchive.org/Lectures/GateSpiSci/19060824p01.html LIFE OF THE SOUL IN KAMALOKA
  12. http://uni-protokolle.de/Lexikon/Reinkarnation.html#Christentum

Weblinks


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