Krishna

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Radha und Krishna

Krishna(Sanskrit kṛṣṇa, wörtlich „der Schwarze“) ist laut dem Mahabharata und dem Bhagavata-Purana ein Sohn von Vasudeva. Er ist historisch allerdings nicht belegbar.

Krishna wird zumeist als der achte Avatara von Vishnu verehrt, womit puranische Erzählungen über Krishna wie im Bhagavata-Purana, im Vishnu-Purana und im Harivamsha-Purana eine allegorische Bedeutung erhalten.

Krishna als Vishvarupa(mit Städten)

Inhaltsverzeichnis

Verehrung

Für seine Verehrer gilt Krishna vom Purushottama und Paramatmapurusha bis (überzogenerweise) zur Inkarnation des Param Brahman.

In diesem Zusammenhang sei noch Sri Aurobindo (bzw. die dortige Mutter) erwähnt. Sie sagte über Krishna: "Krishna, der göttliche Flötenspieler, ist das innewohnende und alleinheitliche Göttliche und die höchste Anziehungskraft. Radha, die Psyche, die seelische Persönlichkeit, antwortet dem Ruf des höchsten Flötenspielers."(Die Mutter, Bulletin, Febr. 1961)
Nach Sri Aurobindo ist das Kind (hier Krishna) ein Symbol für die psychische Transformation im Herzen.

Krishnas Werdegang

Krishna lehrte in Vrindavana ('harmonisches Leben') die Kuhherden anstelle von Indra anzubeten. Die erzürnten Götter schickten sintflutartigen Regen, um den Berg und die Bewohner dieses Landes wegzuwaschen. Krishna hielt den Berg Govardhana('Nährer der GOs oder Kühe') aber für sieben Tage mit seinem kleinen Finger in die Höhe, um die Menschen von Vrindavana abzuschirmen. Der erstaunte Indra huldigte daraufhin Krishna. Allegorie : Das göttliche Streben('Berg') nährt die reine alles transformierende Weisheit(GO), (Bhagavata Purana) -- Danach verliess Krishna Radha und ging in seine Geburtsstadt Mathura, um Kamsa('Becher, Messing') zu töten, den Sohn von Ugrasena('Edel')

Sri Krishna wurde nach dem Bhagavata Purana als achtes Kind von Devaki und Vasudeva geboren.
König Kamsa war der Sohn von König Ugrasena('edel, mächtig') und Königin Padmavati('Lotusbesitzerin'). Aus Ehrgeiz und auf Anraten seines persönlichen Vertrauten Banasura('Pfeil - Dämon') stürzte Kamsa seinen Vater und wurde so König von Mathura.
Krishna wurde vor König Kamsas('Bronze, Kupfer') Zorn gerettet, dem nach Devakis Heirat durch eine Stimme(Allegorie für den Shabda und den Reifezustand) prophezeit worden war, das achte Kind von Devaki[1] werde ihn töten, und der daher Devaki töten wollte und auch sechs ihrer acht Söhne tötete.

Krishna wurde aber von seinem Onkel Vasudeva über den Yamuna gerettet und dann von einem Kuhhirtenpaar Nanda und Yasoda(Symbolik der beiden Säulen - Ida,Pingala) aufgezogen. Sein Bruder Balarama wurde auf magische Weise durch Mutterleibstausch mit Rohini('rote Kuh') gerettet.

Diese Geschichte ist also eine reine Allegorie : Krishnas Geburt und seine Rettung über den Yamuna durch Vasudeva entspricht der Stufe 14.4 und weiter den ersten drei Stufen der Stufe 15 des universellen Pfades.
Das Leben bei den Gopis im Wald von Vrindavan('süße Früchte') und Mathura entspricht dem langen lunarischen Pfad dieser Samadhistufe. In vishnuistischen Schulen wie dem Rudra - Sampradaya und dem Kumara-Sampradaya wird die große Liebe von Radha und Krishna sogar mit Beschreibung von Tänzen(parikrama, lila) beider geschildert, als Allegorie für den letzten fünften Abschnitt dieser Stufe : Alchemistisch gesehen ist es die Venusphase dieser Stufe, die dort als Hermaphroditbzw. als Rebis dargestellt wird.
Später trennt Krishna sich einfach von Radha und betritt mit Dvaraka('die vieltorige') die Stufe 16 und erlangt den Ishvara - Samadhi, der König Kamsa, die Verstandeskräfte, tötet. Die entsprechende Tarotkarte zeigt einen Blitz aus der göttlichen Sonne.

Darstellungen

Traditionell wird Krishna mit blauer Hautfarbe und gelber(peetambara) Kleidung abgebildet. Er hat stets die Bambusflöte Bansuri('Pfeil der Götter') bei sich und trägt eine Pfauenfeder im Haar. Er hat eine Krone namens 'Kiritina' oder eine Pfauenfeder als Krone. Er symbolisiert göttliche Liebe und Ananda.

Krishnas Beinamen sind u.a. Gopala(Göpãla; Sanskrit für "Erhalter der Kühe/Rinder") und Govinda(der den Kühen und den Sinnen Freude bereitet). Er wird auch oft zusammen mit einer weissen Kuh abgebildet. Sein Loka ist das nach dem Narada Pancaratra, der Garga Samhita und der Brahma-Samhita das Goloka('Ort der Kühe'), welches als ein Teil von Vishnus Vaikuntha angesehen wird.

In manchen Darstellungen hat Krishna 8 Hauptfrauen(Pat-Raanee; Königinkonsortin) oder auch 4 Hauptfrauen und 12 Nebenfrauen, oder sogar 16100 Frauen.

Krishna hat 8 Haupt-Gopis(Ashta 'sakhis' : Lalita, Vishakha, Campakalata, Citra, Tungavidya, Indulekha, Rangadevi , Sudevi) und Freundinnen von Krishnas höchster Geliebten Srimati Radharani[2](Radha).

Krishna mit Gopis

Krishna tritt besonders im Bhagavata Purana[3], in der Bhagavad-Gita und im Mahabharata in Erscheinung, das (verkürzte Version) die ersten 20 Stufen des universellen Pfades als Epos darstellt. Die berühmte Schlacht zu Kurukshetra beschreibt die Stufe 18. Die Bhagavad-Gita lehnt sich allerdings nur philosophisch daran an.

Zum kosmischen Krishna gehört die Svarupa - Shakti [4](Cit-Shakti bzw. Akarsana-Shakti), die zum Zentrum hinziehende Kraft Gottes sowie seine Frau Rukminee[5].


Sadhana

Krishna tanzt auf den 5 Köpfen des Schlangendämons Kaliya, den er zuvor bezwingen musste, vereehrt von aufgestiegenen Naginis (Bhagavata Purana). Die Riesenschlange Kaliya repräsentiert in einem Artikel von Srila Bhaktisiddhanta Saraswati Thakura aus "The Harmonist, Mai 1932" die boshafte Hinterlist und unerbittliche Grausamkeit

Bekannt wurde Krishna im Westen durch die Hare Krishna Bewegung des verstorbenen Chaitanya Mahaprabhu.

Krishnas Bija ist nach der Gita rk. Andere Mantrams sind z.B.[6]

  • Om (krim) Krishnaya Namah(Moola Mantra) bzw. Om Shri Krishnaya Namaha[7]
  • Om Sri Krishnah sharanam namah[8]
  • Om (Kleem) Krishnaya namah (e-e entspricht Mahāmāyā)
  • Om (Kleem) Krishnaaya Govindaaya Gopeejanavallabhaya swaaha
  • Kliim Krishnaaya Govindaaya Gopiijana Vallabhaaya Svaha
  • Krishna gayatri mantra: OM DEVAKINANDANAAYA VIDMAHE - VAASUDEVAAYA DHIIMAHI - TANNO KRISHNAH PRACHODAYAAT[9]

Im Sri Krishna Astottara Namavali werden 108 Namen Krishnas angerufen[10]

Literatur

Krishna tötet den Winddämonen Trinavarta.
Krishna tötete auch die von König Kamsa geschickte Amme und Dämonin Putana('keine Tugend, Fäulung'), die Krishna als Nährmutter über die Brust füttern wollte, allerdings mit dem Hintergedanken ihn mit vergifteter Milch zu töten.
Er tötet auch den von König Kamsa georderten angriffslustigen Kampfelefanten Kuvalayapida[11].
  • Sri Krsna (Krishna) astottara-sata nama (One Hundred and Eight Names of Lord Krsna); by Aditya Devi Dasi, Translated by Bhumipati Dasa, 2004, Rasbihari Lal & Sons, ISBN 8187812524
  • Krsna, Lord or Avatara? The relationship between Krsna and Visnu: in the context of the Avatara myth as presented by the Harivamsa, the Visnupurana and the Bhagavatapurana, Freda Matchett, 2000, Routledge, ISBN 0-7007-1281-X
  • Schweig, G.M., Dance of divine love: The Rasa Lila of Krishna from the Bhagavata Purana, India's classic sacred love story, 2005, Princeton University Press, Princeton, NJ; Oxford. S. 10. ISBN 0-691-11446-3.
  • Krishna: A Sourcebook, Edwin Francis Bryant, Oxford University Press,2007, ISBN 978-0195148923, ( Kap. 4-21 )
  • The Body of God: An Emperor's Palace for Krishna in Eighth-Century Kanchipuram, D Dennis Hudson, Oxford Univ Pr., 2008, ISBN-10: 019536922X ISBN-13: 978-0195369229
  • Young Krishna
  • Radha Krsna sahasra nama
  • Krishna Upanishad

Referenzen

  1. https://in.answers.yahoo.com/question/index?qid=20130530233537AAfTuoT
  2. http://www.salagram.net/Radhe-parishad.html
  3. Bhaktivedanta VedaBase: Śrīmad Bhāgavatam
  4. http://www.vishnupedia.org/wiki/index.php?title=Svarupa-Shakti
  5. http://sawaal.ibibo.com/puja-and-rituals/what-you-know-about-pradyumna-546719.html
  6. Krishna Mantrams
  7. http://mein.yoga-vidya.de/video/om-shri-krishnaya-namaha-mit-erlaeuterungen
  8. http://www.yogabasics.com/japamalabeads/mantras
  9. http://www.dharmavidya.net/krishna-mantras.html
  10. sri-krishna-ashtotharam
  11. The Body of God : An Emperor's Palace for Krishna in Eighth-Century , D Dennis Hudson, S. 140

Weblinks


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