Jivatma

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Der JĪVĀTMĀ oder jeevatma als individuelle Seele ist die Widerspiegelung des kosmischen Purusha im Individuum, des Jiva oberhalb der Prakriti. Der jivaatma wird auch mit dem angustha purusha gleichgesetzt.

Sri Yuktesvar Giri sieht den Sitz des Jiva im Manas, womit evtl. nicht der Jivatma bzw. nur der vishnuistische Baddha gemeint ist.

Der höhere Jivatma wird in den Schriften auch als das göttliche Kind bezeichnet. Nach Sri Aurobindo ist das Kind ein Symbol für die psychische Transformation im Herzen.

Die individuelle Seele ist ein Formaspekt und identifiziert sich zunächst nicht mit der Essenz (swabhava) sondern mit den Attributen im Bereich der Koshas(Hüllen).

Der Jivatma wandert nur als Essenz der Seele von Inkarnation zu Inkarnation und verwirklicht erst nach einem langen Entwicklungsprozess den göttlichen Paramatma und damit Moksha.

Inhaltsverzeichnis

Trikaladarshi

"Oh der Trikaladarshi(Seher der drei Zeiten : Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft), du nahmst alle Seelen war, mit denen Du eine Beziehung in den früheren Leben hattest. In der neuen Geburt suchtest Du sie und fandest sie. Dein Herz sehnt sich immer nach diesen Seelen." - Shri Guru Bhagwat (Kap. 31 u. 32, Chhand, S. 17&18.)

Hinduismus

Die Brahma Samhita sagt in 5.21 : Derselbe Jiva ist ewig und ist für die Ewigkeit und ohne einen Anfang.

Die Mundaka Upanishad sagt : Dieser Atman ist anu und für den Geist erkennbar[1].

Die Brhadaranyaka Upanishad besagt, der Jiva verlasse den Körper nach dem Tode und kehre später zur Erde zurück, um wieder den Einfluss des Karma zu erfahren.

Die Svetasvatara Upanishad 1 beschreibt das Selbst als unendlich kleiner als der hundertste Teil der hundertmal geteilten Spitze eines Haares und trotzdem unbegrenzt in seiner Ausdehnung.

Nach der Chandogya Upanishad wird er im Zustand der Moksha unbegrenzt oder Vibhu, da er jetzt frei von Karma ist.

Die Bhagavad Gita erwähnt diese lebenden Einheiten ebenfalls[2].

Das Bhagavata Purana sagt in 10.87.30 ): aparimita dhruvas tanu-bhrito yadi sarva-gatas -- tarhi na sasyateti niyamo dhruva netaratha -- ajani ca yan-mayam tad avimucya niyantri bhavet -- samam anujanatam yad amatam mata-dushtataya) - O höchster Ewiger ! Wenn die verkörperten Lebewesen ewig und alles durchdringend wären wie Du, dann wären sie nicht unter deiner Kontrolle. Aber wenn die lebenden Wesen als winzige Energien Deiner Gottheit angenommen werden, sind sie sofort Subjekte deiner höchsten Kontrolle. Daher bedeutet wirkliche Befreiung die Unterwerfung der Lebewesen unter deine Kontrolle, eine Unterwerfung, die sie glücklich machen wird. Nur in dieser wesenseigenen Position können sie Kontrolleure sein. Daher sind Menschen mit begrenztem Wissen, die der monistischen Theorie anhängen, Gott und die lebenden Wesen seien in jeder Beziehung gleich, von einer fehlerhaften und verunreinigten Meinung geleitet.

Vishnuismus

Der Vaishnavismus unterscheidet drei Kategorien des Jiva : Baddha('gebunden'; durch die Prakriti), Mukta('frei') und Nityas('nie gebunden'), die sich im Grad ihrer Gebundenheit durch den Einfluss des Karma unterscheiden

Der Entwicklungsprozess des Jivatma aus seiner Essenz heraus beginnt mit der Samadhistufe des Pfades, zu deren Beginn das göttliche Kind (Krishna, Balarama, Dattatreya) geboren wird, das aufwächst und sich schliesslich von seinen Bindungen trennt und sich auf den Weg in das Göttliche(Paramatma) und zur Moksha macht.

Jainismus

Im Jainismus ist der Jivatma(J00/J0069100 jee-vaht-muh, dʒiˈvɑt mə) die individuelle Seele oder Monade, die durch karmische Materie befleckt ist mit unterschiedlichen Farben oder lesyas. Die Gesamtheit der Monaden wird als das belebende Prinzip des Universums angesehen.

Spirituelle Alchemie

In der spirituellen Alchemie wird der Jivatma auf einer fortgeschritten Stufe geboren und steigt zum Himmel in die Wolken auf[3]. Das göttliche Kind wird hier mit Filius Philosophorum bezeichnet.

Alice Bailey

Nach Alice Bailey verfügt der Mensch über mehrere essenzielle Atome bis hin zur göttlichen Monade.


Der Jivatma ist allerdings nicht allein für das Beschreiten des Pfades allein ausschlaggebend. Krishna als Inkarnation Vishnus wird von Balarama begleitet. Buddha hat zwar einen Sohn Rahula, er beschreitet den Pfad aber selbst. Dattatreya als Synthese der Trimurti hat ebenfalls keine Begleiter. Christian Rosenkreuz beschreitet in der rosenkreuzerischen chmyischen Hochzeit den Pfad allein. Er entwickelt den göttlichen Körper (Paramatma, Dharmakaya) auf dem Pfad.

Literatur

Referenzen

  1. http://www.swami-krishnananda.org/mundak1/mundak1_4.html
  2. https://web.archive.org/web/20131021142546/http://bhagavadgitaasitis.com/7/5/en1
  3. http://www.universal-path.org/rosard.html

Weblinks


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