Ei

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Weltenei Heliopolis - großer goldener Ochse in Japan und das Ei des Chaos - Orphisches Ei oder agathodaimon

Das Ei ist in vielen Volkslegenden ein Symbol für den Kosmos. Es symbolisiert u.a. Geburt und Potenzial.

Inhaltsverzeichnis

Hinduismus

In der hinduistischen Kosmologie ist das Hiranyagarbha der Ursprung des Universums. Zunächst erschuf Brahman das Wasser, in das er seine Samen setzte. Daraus formte sich ein goldenes Ei, aus dem Brahma erschien.

Nach der Chandogya Upanishad (3:19) war anfänglich Nichts. Dann manifestierte sich das primordiale Ei(andam) und verharrte ein Jahr. Danach zerbrach es in silberne und goldene Schalen. Die silbernen wurden zur Erde und die goldenen zum Himmel...

Die Götter Vishnu( Vishnu Purana : Aus einem einer Wasserblase ähnelden Ei im Ozean), Phanes (griechisch Φάνης Phánēs : der Erscheinende, der Leuchtende) und Mithras waren aus einem Ei geborene Sonnengötter. Der chinesische Pangu war ebenfalls eine Eigeburt.

In Urzeiten hatte Kashyapa einmal die 13 Töchter von Daksha als Ehefrauen, darunterVinata, der Himmel, und Kadru, die Erde.
Kadru gebar eine Vielzahl von Eiern, aus denen die verschiedensten Arten von Nagas schlüpften.
Vinata jedoch legte nur drei Eier. Eifersüchtig auf Kadru und ihre zahlreichen Nachkommen zerbrach Vinata das erste Ei. Das Wesen im Ei hatte jedoch noch keine Gestalt angenommen. Es entstand der Blitz.
Das zweite Ei enthielt einen strahlenden Jugendlichen, der als Frühgeburt noch keine Beine hatte. Dieser war Aruna, die Morgen-Dämmerung, der Wagenlenker des Sonnengottes Surya. Aruna verfluchte seine Mutter und machte sie so zur Sklavin der Schlangen-Mutter Kadru.
Nachdem das dritte Ei ausgebrütet war, schlüpfte der Garuda heraus und verlangte sofort seine Mutter freizulassen. Die Nagas verlangten als Gegenleistung das Unsterblichkeits-Elixir Amrita, welches Garuda von den Göttern stehlen musste.

Das Legen der 3 Eier kann man auch als drei Entwicklungsphasen deuten : Der Anfänger ist noch spirituell tot, und das Licht strahlt erst ab. Mit Arun bricht langsam das Licht durch. Die Gefangenschaft seiner Mutter bei den Nagas symbolisiert den mystischen Tod der Stufe 13 des Universellen Pfades. Erst Garuda ist fähig zum heiligen Berg der Stufe 16 zu fliegen und als Lichtträger die göttlichen Kräfte Vishnus zu tragen. Das Elixier befreit aus der Gebundenheit. Die Nagas sind derzeit noch ein Teil des Yogi.

Griechische Mystik

In der griechischen Mythologie wird u.a. Helena aus einem vom als Schwan getarnten Zeus befruchteten Ei Ledas geboren.

Alchemie

Aus der Alchemie ist das Ovum philosophorum (Destillierkolben oder Retorte) ein eiförmiges gläsernes Gefäss, in dem ein Stoff längere Zeit digeriert oder figiert wird. Es nimmt in der Alchemie die Rolle des schützenden Leibes der Erde ein. Von einigen Autoren wird es auch als 'Gebärmutter' bezeichnet, in der die Metalle ihrer Vollkommenheit entgegenreifen.
Der Merkur der Weisen wird manchmal auch als philosophisches Ei bezeichnet, da der lebenspendende Sulphur in ihm ausgekocht wird.

Literatur